"Hinreichende Beweise", dass Tesla weiß, dass Autopilot "defekt" ist
Die Assistenzfunktionen von Tesla stehen seit jeher in der Kritik, weil viele überzeugt sind, dass der Elektroautobauer mehr verspricht, als der Autopilot leistet. Es gab und gibt nach teils tödlichen Unfällen auch mehrere Klagen und in einem Fall hat Tesla nun ein echtes Problem.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, geht es konkret um den Unfall von Stephen Banner, der 2019 mit seinem Tesla Model 3 unter den Anhänger eines Trucks geriet und dabei sein Leben verlor. Laut Richter Scott gebe es ausreichende Beweise, dass Tesla "eine Marketingstrategie verfolgte, die die Produkte als autonom darstellte".
Tesla-Chef Musk habe dabei immer wieder öffentlich Aussagen zu den Autonomiefunktionen gemacht, die widersprüchlich zur Realität des Autopiloten, der eigentlich nur eine Assistenzfunktion ist, stehen. Dies "hatte einen erheblichen Einfluss auf den Glauben an die Fähigkeiten der Produkte", so der Richter. Mit dieser Einschätzung ist der Weg frei für eine Klage bzw. Verhandlung, denn Richter Scott befand außerdem, dass die Warnungen in den Tesla-Handbüchern unzureichend waren.
Eine Begründung für die Einschätzung des Richters war, dass es bereits 2016 einen Crash gegeben habe, der "unheimlich ähnlich" gewesen sei: "Es ist davon auszugehen, dass der Beklagte Tesla durch seinen CEO und seine Ingenieure genau wussten, dass der 'Autopilot' den Querverkehr nicht erkennt."
Siehe auch:
Verschweigt Tesla die Wahrheit?
Verkauft und bewirbt Tesla ein System, von dem man selbst weiß, dass es unsicher ist? Diese Frage hat nun ein Richter mit einem ziemlich eindeutigen Ja beantwortet, zumindest vorerst. Denn Richter Reid Scott, der sich derzeit am Circuit Court for Palm Beach County in Florida mit einer Klage auseinandersetzt, kam zum vorläufigen Schluss, dass es "hinreichende Beweise" gebe, dass Elon Musk und andere Manager bei Tesla wussten, dass die Selbstfahrtechnologie des Unternehmens fehlerhaft sei. Sie ließen aber dennoch zu, dass die Fahrzeuge auf diese unsichere Weise gefahren werden konnten.Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, geht es konkret um den Unfall von Stephen Banner, der 2019 mit seinem Tesla Model 3 unter den Anhänger eines Trucks geriet und dabei sein Leben verlor. Laut Richter Scott gebe es ausreichende Beweise, dass Tesla "eine Marketingstrategie verfolgte, die die Produkte als autonom darstellte".
Tesla-Chef Musk habe dabei immer wieder öffentlich Aussagen zu den Autonomiefunktionen gemacht, die widersprüchlich zur Realität des Autopiloten, der eigentlich nur eine Assistenzfunktion ist, stehen. Dies "hatte einen erheblichen Einfluss auf den Glauben an die Fähigkeiten der Produkte", so der Richter. Mit dieser Einschätzung ist der Weg frei für eine Klage bzw. Verhandlung, denn Richter Scott befand außerdem, dass die Warnungen in den Tesla-Handbüchern unzureichend waren.
Eine Begründung für die Einschätzung des Richters war, dass es bereits 2016 einen Crash gegeben habe, der "unheimlich ähnlich" gewesen sei: "Es ist davon auszugehen, dass der Beklagte Tesla durch seinen CEO und seine Ingenieure genau wussten, dass der 'Autopilot' den Querverkehr nicht erkennt."
Zusammenfassung
- Teslas Autopilot in der Kritik, teils tödliche Unfälle
- Richter sieht "hinreichende Beweise" für Teslas Wissen
- Unfall von Stephen Banner 2019 mit Tesla Model 3
- Richter: Tesla vermarktete Produkte als autonom
- Musks Aussagen widersprechen Autopiloten-Realität
- Richter: Warnungen in Handbüchern unzureichend
- Ähnlicher Crash 2016 zeigt Teslas Wissen über Mängel
Siehe auch:
- Schwimmt er oder nicht? Tesla schickt den Cybertruck ins Wasser
- Tesla Semi bei PepsiCo: Insider nennt den Lkw eine "Katastrophe"
- Schweden bestreikt Tesla: Ein ganzes Land verbündet sich gegen Musk
- Tesla Model 3 landet im TÜV-Report 2024 auf dem letzten Platz
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