Tesla Semi spart massiv an Gewicht ein, will mit Diesel konkurrieren
Bisher galten schwere Batterien beim Tesla Semi und anderen Elektro-Lkw als großes Hindernis für eine hohe Nutzlast. Nun ändern die Ingenieure das Blatt durch eine massive Gewichtsreduktion und machen den Sattelschlepper zum Diesel-Konkurrenten.
Ein zentraler Kritikpunkt an elektrischen Lkw war bisher das hohe Batteriegewicht, das die Nutzlast verringert. Wie Priestley erläuterte, konnten die Ingenieure im Vergleich zu früheren Prototypen rund 454 Kilogramm einsparen. Zusammen mit einer in den USA geltenden Gewichtsausnahme für Elektrofahrzeuge erreicht der Semi in der Long-Range-Version nun faktisch die gleiche Nutzlastkapazität wie ein klassischer Class-8-Diesel-Lkw.
Der Antriebsstrang ist speziell konstruiert. Der Lkw verfügt über keine Gangschaltung, sondern nutzt ein System aus zwei unterschiedlichen Achsen. Eine Achse ist auf Drehmoment optimiert und sorgt für Beschleunigung sowie Kraft am Berg. Sobald der Lkw seine Reisegeschwindigkeit erreicht, übernimmt die zweite, auf Effizienz ausgelegte Achse den Vortrieb. Die Drehmomentachse entkoppelt sich dann mechanisch, um den Widerstand zu minimieren.
Auch der oder die Fahrer*in kann sich auf praktische Verbesserungen freuen, denn die überarbeiteten Seitenfenster lassen sich nun vollständig herunterfahren, was die Kommunikation an Laderampen im Logistikalltag erleichtert.
Die technischen Eckdaten umfassen eine Ladeleistung von bis zu 1,2 Megawatt. Die Batterie ist auf eine Lebensdauer von rund 1,6 Millionen Kilometern ausgelegt. Die Reichweite der Long-Range-Version beträgt bis zu 800 Kilometer. Zudem bietet der Lkw eine direkte Stromversorgung für Kühlanhänger.
Glaubt ihr, dass der Tesla Semi die Logistikbranche nachhaltig verändern kann? Schreibt uns eure Meinung zu den technischen Daten in die Kommentare!
Siehe auch:
Details zur Serie des Tesla Semi
Tesla gewährt kurz vor dem Start der Großserienproduktion Einblicke in die Technik des elektrischen Sattelschleppers Semi. In einer neuen Ausgabe der Sendung Jay Lenos Garage präsentierten Chefdesigner Franz von Holzhausen und Programmleiter Dan Priestley den aktuellen Stand. Laut den Tesla-Insidern standen Gewichtsreduktion und neue Antriebslösungen zuletzt im Fokus, was den Elektro-Lkw auf Augenhöhe mit Diesel-Modellen bringen sollte.Ein zentraler Kritikpunkt an elektrischen Lkw war bisher das hohe Batteriegewicht, das die Nutzlast verringert. Wie Priestley erläuterte, konnten die Ingenieure im Vergleich zu früheren Prototypen rund 454 Kilogramm einsparen. Zusammen mit einer in den USA geltenden Gewichtsausnahme für Elektrofahrzeuge erreicht der Semi in der Long-Range-Version nun faktisch die gleiche Nutzlastkapazität wie ein klassischer Class-8-Diesel-Lkw.
Technik aus dem Cybertruck
Wie Electrek berichtet, nutzt Tesla für den Semi zahlreiche Komponenten des Cybertruck. Dazu gehören die 48-Volt-Bordnetzstruktur, Inverter sowie die Aktuatoren für die elektrische Lenkung. Kunden der Pilotflotte bewegen bereits täglich Ladungen von rund 20,4 Tonnen. Auch die Aerodynamik wurde optimiert. Der Luftwiderstandsbeiwert liegt aktuell bei 0,4.Der Antriebsstrang ist speziell konstruiert. Der Lkw verfügt über keine Gangschaltung, sondern nutzt ein System aus zwei unterschiedlichen Achsen. Eine Achse ist auf Drehmoment optimiert und sorgt für Beschleunigung sowie Kraft am Berg. Sobald der Lkw seine Reisegeschwindigkeit erreicht, übernimmt die zweite, auf Effizienz ausgelegte Achse den Vortrieb. Die Drehmomentachse entkoppelt sich dann mechanisch, um den Widerstand zu minimieren.
Auch der oder die Fahrer*in kann sich auf praktische Verbesserungen freuen, denn die überarbeiteten Seitenfenster lassen sich nun vollständig herunterfahren, was die Kommunikation an Laderampen im Logistikalltag erleichtert.
Die technischen Eckdaten umfassen eine Ladeleistung von bis zu 1,2 Megawatt. Die Batterie ist auf eine Lebensdauer von rund 1,6 Millionen Kilometern ausgelegt. Die Reichweite der Long-Range-Version beträgt bis zu 800 Kilometer. Zudem bietet der Lkw eine direkte Stromversorgung für Kühlanhänger.
Wegfall der kleinen Dieselaggregate
Ein praktisches Detail ist der Verzicht auf Pony-Motoren. Üblicherweise benötigen Kühlanhänger eigene kleine Dieselaggregate. Der Tesla Semi versorgt die Aggregate direkt aus seiner Hochvoltbatterie, was lokale Emissionen eliminiert. Preislich soll die Standard-Variante mit knapp 520 Kilometern Reichweite bei etwa 260.000 Dollar (etwa 224.323 Euro) starten. Das Long-Range-Modell wird auf 290.000 Dollar (etwa 250.206 Euro) geschätzt.Glaubt ihr, dass der Tesla Semi die Logistikbranche nachhaltig verändern kann? Schreibt uns eure Meinung zu den technischen Daten in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Tesla Semi spart rund 454 Kilogramm Gewicht gegenüber früheren Prototypen
- Nutzlast erreicht nun das Niveau klassischer Class-8-Diesel-Sattelschlepper
- Zahlreiche Komponenten des Cybertruck werden im Semi wiederverwendet
- Zwei spezialisierte Achsen ersetzen eine klassische Gangschaltung im Lkw
- Die Batterie ist auf 1,6 Millionen Kilometer Lebensdauer ausgelegt
- Long-Range-Version bietet bis zu 800 Kilometer elektrische Reichweite
- Kühlanhänger werden direkt aus der Hochvoltbatterie mit Strom versorgt
Siehe auch:
- Tesla Semi: Finale Specs für das Serienmodell offiziell enthüllt
- Robotaxi & Lkw: Tesla Cybercab und Semi durch Trump-Zölle in Gefahr
- Tesla Semi: Elon Musk kündigt weltweiten Start des Elektro-LKWs an
- Tesla Semi brannte komplett aus, Diskussion zu Batterie-Sicherheit
- Tesla Semi bei PepsiCo: Insider nennt den Lkw eine "Katastrophe"
Themen:
Teslas Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Tesla
- Fast wie K.I.T.T.: BYD-Supercar Yangwang U9 springt über Schlagloch
- Update zeigt, dass Tesla-Bot Optimus keine Lachnummer mehr ist
- Luxusmarke macht aus Model 3 ein iPhone 13 und Elon-Musk-Büste
- Das Tesla Model S Plaid mit neuer Bestzeit auf dem Nürburgring
- Tesla Crash Lab: So verbessert Tesla die Sicherheit seiner Fahrzeuge
- Einblicke in die neue Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg
- Tesla zeigt, wie man aus Model 3-Teilen Beatmungsgeräte herstellt
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- GDID: Microsoft bestätigt nicht deaktivierbare Windows-Gerätekennung
- FritzSmart und Repeater: Firmware-Updates für 4 Geräte stehen bereit
- Schweizer Armee verbannt Microsoft für deutsche OpenDesk-Lösung
- Long March 10B: China landet erstmals Raketenstufe auf dem Meer
- Nur heute: 13 Weekend-Deals bei Media Markt & Saturn, die sich lohnen
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- PC-Gaming: Steam scheffelt mehr Geld als je zuvor - aus zwei Gründen
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen