Mehr als 100 Kommunen in NRW nach Ransomware-Attacke lahmgelegt
In Nordrhein-Westfalen gab es in der letzten Woche einen Ransomware-Angriff auf den IT-Dienstleister Südwestfalen-IT, der dafür gesorgt hat, dass derzeit in gut 100 Kommunen viele Online-Dienste der örtlichen Verwaltungen nicht mehr nutzbar sind.
Aktuell soll es in vielen Kommunen nicht mehr möglich sein, die Anträge an Sozialämtern bearbeiten, wobei auch die Auszahlungen an Hilfeempfänger nicht möglich sind. Manche Einwohnermeldeämter können zudem keine Ausweisangelegenheiten mehr erledigen. Auch die Registrierung von Todesfällen und Geburten soll in einigen Kommunen aktuell nicht mehr möglich sein.
Südwestfalen-IT kann derzeit nach eigenen Angaben noch keine Aussagen darüber machen, wie lange die massiven Probleme mit seinen Systemen noch bestehen werden. Auf einer eigens eingerichteten Website informiert man inzwischen immerhin darüber, wie stark die Auswirkungen in den einzelnen Kommunen sind.
Unklar ist derzeit, wie umfangreich der Schaden durch den Ransomware-Angriff ist und wer hinter der Attacke steckt. Noch soll laut Ermittlungsbehörden kein Kontakt zu der Tätergruppe hinter dem Angriff bestehen. Sowohl das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als auch diverse weitere Behörden und Partner sollen mittlerweile mit Südwestfalen-IT zusammenarbeiten, um der Probleme Herr zu werden.
Unterdessen hat man in den einzelnen Kommunen begonnen, auf kreativen Wegen zumindest einen Notbetrieb wieder aufzunehmen. So werden unter anderem alte Desktop-Systeme wieder aufgesetzt, um zumindest einige Dienstleistungen für die Bürger zugänglich zu machen. Außerdem bauen manche IT-Abteilungen notdürftige interne Netzwerke mithilfe von WLAN-Hotspots und Mobiltelefonen auf.
Siehe auch:
Zentraler IT-Dienstleister gehackt
Wie unter anderem der WDR berichtet, erfolgte in der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober ein Cyberangriff auf die Firma Südwestfalen-IT, die im Auftrag diverser Städte und Kommunen die IT-Infrastruktur zentral betreibt. Die Angreifer sollen derzeit versuchen, Lösegeld zu erpressen, während in den Kommunen massive Probleme entstanden sind.Aktuell soll es in vielen Kommunen nicht mehr möglich sein, die Anträge an Sozialämtern bearbeiten, wobei auch die Auszahlungen an Hilfeempfänger nicht möglich sind. Manche Einwohnermeldeämter können zudem keine Ausweisangelegenheiten mehr erledigen. Auch die Registrierung von Todesfällen und Geburten soll in einigen Kommunen aktuell nicht mehr möglich sein.
Krankenhäuser und Zulassungsstellen ebenfalls betroffen
Ferner ist zu hören, dass es in Krankenhäusern mancher Kommunen massive Probleme mit den Computersystemen gibt und die An- oder Ummeldung von Fahrzeugen bei vielen Zulassungsstellen nicht mehr vorgenommen werden kann. Der Umfang der negativen Auswirkungen auf die IT der Kommunen in Südwestfalen soll unterschiedlich groß sein.Südwestfalen-IT kann derzeit nach eigenen Angaben noch keine Aussagen darüber machen, wie lange die massiven Probleme mit seinen Systemen noch bestehen werden. Auf einer eigens eingerichteten Website informiert man inzwischen immerhin darüber, wie stark die Auswirkungen in den einzelnen Kommunen sind.
Unklar ist derzeit, wie umfangreich der Schaden durch den Ransomware-Angriff ist und wer hinter der Attacke steckt. Noch soll laut Ermittlungsbehörden kein Kontakt zu der Tätergruppe hinter dem Angriff bestehen. Sowohl das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als auch diverse weitere Behörden und Partner sollen mittlerweile mit Südwestfalen-IT zusammenarbeiten, um der Probleme Herr zu werden.
Unterdessen hat man in den einzelnen Kommunen begonnen, auf kreativen Wegen zumindest einen Notbetrieb wieder aufzunehmen. So werden unter anderem alte Desktop-Systeme wieder aufgesetzt, um zumindest einige Dienstleistungen für die Bürger zugänglich zu machen. Außerdem bauen manche IT-Abteilungen notdürftige interne Netzwerke mithilfe von WLAN-Hotspots und Mobiltelefonen auf.
Zusammenfassung
- Ransomware-Angriff auf IT-Dienstleister Südwestfalen-IT
- Über 100 Kommunen in NRW betroffen, Online-Dienste lahmgelegt
- Probleme bei Sozialämtern, Einwohnermeldeämtern und Krankenhäusern
- Ausmaß des Schadens und Täter des Angriffs noch unbekannt
- BSI und andere Behörden unterstützen Südwestfalen-IT
- Kommunen nehmen Notbetrieb durch kreative Lösungen auf
- Alte Systeme und provisorische Netzwerke werden eingesetzt
Siehe auch:
- Android: Google will nun doch Patch gegen "Ransomware"-Bug liefern
- Ransomware-Angriff: Hacker erpressen Motel One mit Kundendaten
- Ransomware-Bande will massenhaft Daten von Sony verkaufen
- Ransomware: Most-Wanted-Krimineller trollt das FBI, verkauft Merch
- Abyss Locker: Linux-Ransomware nimmt virtuelle Maschinen ins Visier
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