Android: Google will nun doch Patch gegen "Ransomware"-Bug liefern
Die Berichterstattung über einen schwerwiegenden Bug im Android-Betriebssystem hat Google nun endlich in Bewegung versetzt. Das Unternehmen sicherte zu, in Kürze einen Patch gegen den sogenannten "Ransomware"-Bug bereitzustellen.
Über mehrere Tage hinweg gingen bei Google hunderte Meldungen über das Problem ein. Allerdings reagierte das Unternehmen erst einmal nicht nennenswert und der Bug wurde zwar anerkannt, aber mit niedriger Priorität behandelt. Als der Fehler und die schwache Reaktion Googles nun vor einigen Tagen für ordentlich Rauschen im Blätterwald sorgten, merkte man aber offenbar, einer Fehleinschätzung aufzusitzen.
Wie das US-Magazin Ars Technica berichtet, wurde die Priorisierung des Bugs im Issue Tracker des Android-Teams inzwischen von der mittleren Priorität "P2" auf "P0", also die höchste Priorität, hochgestuft. Damit sollte nun mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet werden.
"Wir sind uns eines Problems bewusst, das auf einigen Pixel-Geräten (Pixel 6 und spätere Modelle) auftritt, die das Android 14-Update erhalten haben und auf denen mehrere Benutzer (außer dem Hauptbenutzer) eingerichtet sind", teilte das Android-Team Googles mit. "Je nach Gerät kann dieses Problem dazu führen, dass der Hauptnutzer nicht mehr auf den Medienspeicher zugreifen kann. Alternativ kann das Problem dazu führen, dass das Gerät mit einer Meldung zum Zurücksetzen der Werksdaten neu gestartet wird. Wird diese Meldung akzeptiert, können nicht gesicherte Daten verloren gehen."
Man arbeite aktuell weiterhin an Korrekturen für die betroffenen Geräte und habe bereits ein Google Play-Systemupdate veröffentlicht, das verhindern soll, dass der Bug auf weiteren Geräten auftritt. "Um zu überprüfen, ob ein Google Play-Systemupdate für Ihr Gerät verfügbar ist, folgen Sie den Anweisungen in diesem Help Center-Artikel", so die Entwickler.
Sobald man mit einem Patch aufwarten kann, der eine bereits erfolgte Sperrung wieder beseitigt, wird Google weitergehende Informationen veröffentlichen. Bis zu einer Lösung wird außerdem empfohlen, auf Android 14-Geräten keine zusätzlichen Nutzerkonten anzulegen.
Siehe auch:
Ausgesperrt vom eigenen Telefon
Zu dieser Bezeichnung kam es, weil die Folgen des Fehlers für die Nutzer ähnlich aussahen, wie bei einer erfolgreichen Ransomware-Attacke: Das Betriebssystem sperrte sie einfach aus dem lokalen Speicher aus und das betroffene Smartphone konnte nicht mehr verwendet werden (wir berichteten).Über mehrere Tage hinweg gingen bei Google hunderte Meldungen über das Problem ein. Allerdings reagierte das Unternehmen erst einmal nicht nennenswert und der Bug wurde zwar anerkannt, aber mit niedriger Priorität behandelt. Als der Fehler und die schwache Reaktion Googles nun vor einigen Tagen für ordentlich Rauschen im Blätterwald sorgten, merkte man aber offenbar, einer Fehleinschätzung aufzusitzen.
Wie das US-Magazin Ars Technica berichtet, wurde die Priorisierung des Bugs im Issue Tracker des Android-Teams inzwischen von der mittleren Priorität "P2" auf "P0", also die höchste Priorität, hochgestuft. Damit sollte nun mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet werden.
"Wir sind uns eines Problems bewusst, das auf einigen Pixel-Geräten (Pixel 6 und spätere Modelle) auftritt, die das Android 14-Update erhalten haben und auf denen mehrere Benutzer (außer dem Hauptbenutzer) eingerichtet sind", teilte das Android-Team Googles mit. "Je nach Gerät kann dieses Problem dazu führen, dass der Hauptnutzer nicht mehr auf den Medienspeicher zugreifen kann. Alternativ kann das Problem dazu führen, dass das Gerät mit einer Meldung zum Zurücksetzen der Werksdaten neu gestartet wird. Wird diese Meldung akzeptiert, können nicht gesicherte Daten verloren gehen."
Man arbeite aktuell weiterhin an Korrekturen für die betroffenen Geräte und habe bereits ein Google Play-Systemupdate veröffentlicht, das verhindern soll, dass der Bug auf weiteren Geräten auftritt. "Um zu überprüfen, ob ein Google Play-Systemupdate für Ihr Gerät verfügbar ist, folgen Sie den Anweisungen in diesem Help Center-Artikel", so die Entwickler.
Sobald man mit einem Patch aufwarten kann, der eine bereits erfolgte Sperrung wieder beseitigt, wird Google weitergehende Informationen veröffentlichen. Bis zu einer Lösung wird außerdem empfohlen, auf Android 14-Geräten keine zusätzlichen Nutzerkonten anzulegen.
Zusammenfassung
- Schwerwiegender Bug im Android-Betriebssystem entdeckt
- Fehler ähnelt Folgen einer Ransomware-Attacke, sperrt Nutzer aus
- Google reagierte zunächst zögerlich auf Bug-Meldungen
- Nach Medienberichten wurde Bug zu höchster Priorität hochgestuft
- Problem betrifft vor allem Pixel-Geräte mit Android 14-Update
- Google veröffentlicht Google Play-Systemupdate zur Bug-Prävention
- Nutzern wird empfohlen, keine weiteren Nutzerkonten anzulegen
Siehe auch:
- Android 14-Update: Google warnt vor Speicherproblemen bei Pixel
- Android: Notruf-Feature soll jetzt weniger Fehlalarme auslösen
- Android: Google durchleuchtet jetzt auch Sideload-Apps auf Malware
- Google Pixel 8 (Pro): Verlustfreies USB-Audio mit erstem Androidupdate
- Android: Notruf-Feature soll jetzt weniger Fehlalarme auslösen
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