Ransomware-Bande will massenhaft Daten von Sony verkaufen

Eine relativ neue Ransomware-Gruppe, die allerdings bereits mit einigen erfolgreichen Aktionen auf sich aufmerksam machte, will in großem Stil Systeme des japanischen Konzerns Sony kompromittiert haben. Die erbeuteten Daten sollen jetzt zum Verkauf stehen.
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Direkter Verkauf

Bei den Angreifern handelt es sich um eine Band mit der Bezeichnung Ransomed.vc. "Wir haben erfolgreich alle Systeme von Sony kompromittiert", heißt es in einer Stellungnahme der Angreifer. "Wir werden kein Lösegeld verlangen! Wir werden die Daten verkaufen. Da Sony nicht zahlen will. DIE DATEN STEHEN ZUM VERKAUF."

Nach Angaben von Cyber Security Connect hat die Gruppe einige Beweisdaten für den Hack veröffentlicht, obwohl es sich dabei um "keine besonders überzeugenden Informationen handelt".


Als Belege dienen unter anderem Screenshots einer internen Anmeldeseite, eine interne PowerPoint-Präsentation, mehrerer Java-Dateien und ein Dateibaum, der weniger als 6.000 Dateien zu umfassen scheint. Der 28. September wurde als Stichtag benannt, bis zu dem Interessenten die gestohlenen Daten exklusiv erwerben können. Falls sich bis dahin niemand meldet, der bereits ist zu zahlen, sollen die Informationen einfach so veröffentlicht werden.

Gebranntes Kind

Wer genau hinter Ransomed.vc steht, ist unklar. Allerdings soll zumindest ein Teil der Mitglieder in Russland und der Ukraine ansässig sein. Vor allem Russland gilt als sicherer Hafen für solche Banden von Erpressern, da die Straf­verfolgungs­behörden des Landes die Täter gewähren lassen, solange diese nicht russische Staatsbürger angreifen.

Von Sony selbst gibt es bisher keine Stellungnahme zu dem Thema. Seitens des Unternehmens wird man ziemlich vorsichtig damit umgehen, da man immer noch unter dem Eindruck des großen Sony-Hacks aus dem Jahr 2011 steht. Damals stahlen Angreifer die Daten zu 77 Millionen Nutzern des PlayStation Networks. Der Dienst war 23 Tage lang offline und es gab zahlreiche Klagen von Betroffenen, die das Unternehmen mit Schadensersatzzahlungen und Gratis-Spielen aus der Welt schaffen musste.

Zusammenfassung
  • Ransomware-Gruppe Ransomed.vc behauptet, Systeme von Sony gehackt zu haben
  • Erbeutete Daten sollen zum Verkauf angeboten werden, kein Lösegeld gefordert
  • Beweise für den Hack sind laut Cyber Security Connect nicht überzeugend
  • Als Beweise dienen Screenshots, eine PowerPoint-Präsentation und Java-Dateien
  • Bis zum 28. September können Interessenten die Daten exklusiv erwerben
  • Mitglieder der Hackergruppe sollen in Russland und Ukraine ansässig sein
  • Sony hat bisher keine Stellungnahme zu dem mutmaßlichen Hack abgegeben

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