Halbtot subventioniert: Chinas Solarbranche hat zunehmend Probleme
Deutsche Photovoltaik-Unternehmen beklagen sich darüber, von chinesischen Konkurrenten in die Krise gestürzt zu werden. Doch auch die Solarindustrie in Fernost bekommt zunehmende Probleme - es gibt eine Überproduktion und zunehmend auch Insolvenzen.
Marktführer Jinko Solar und die ebenfalls an den Börsen gelisteten Wettbewerber Longi, Trina Solar und Canadian Solar verzeichnen demnach seit Monaten sinkende Kurse. Beim fünften großen Produzenten, JA Solar, das keine Aktien im Umlauf hat, dürfte es kaum anders aussehen.
Das Problem besteht im Wesentlichen darin, dass China den Weltmarkt im Grunde flutete, indem massive Überkapazitäten aufgebaut wurden. Im letzten Jahr wurden auf dem gesamten Weltmarkt zwischen 300 und 400 Gigawatt Modulleistungen verkauft. Allein in China stehen allerdings Fertigungsanlagen für 600 Gigawatt pro Jahr, weitere 200 Gigawatt kommen auf der ganzen restlichen Welt hinzu.
Trina-Chef Gao Jifan beklagte beispielsweise, dass in der ganzen Lieferkette keine Gewinne zu holen seien. Denn durch die riesigen Mengen an Solarzellen, mit denen China den Weltmarkt flutete, sanken die Preise schneller als die Produktionskosten. Jinko verbuchte als Marktführer zwar zuletzt noch ganz ordentliche Zahlen, doch auch hier geht es abwärts.
Das kann letztlich die ganze Branche in arge Schwierigkeiten bringen, denn wenn plötzlich mehrere große chinesische Produzenten dem selbst verschuldeten Druck nicht mehr standhalten, nachdem die Konkurrenz in anderen Regionen weitgehend am Boden ist, könnte es weltweit zu Engpässen kommen, was die Energiewende stocken ließe. Umso wichtiger scheint es, dass beispielsweise in Europa Maßnahmen ergriffen werden, um sich aus der Abhängigkeit von China zu lösen und eigene Hersteller in der Region zu haben.
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Gigantische Kapazitäten
China dominiert seit Jahren den weltweiten Markt für Solarzellen. Mit Dumpingpreisen wird der Weltmarkt geflutet und Wettbewerber in anderen Regionen können im Grunde kaum aus eigener Kraft überleben. Doch heißt dies keineswegs, dass die chinesischen Hersteller besonders stark von der Entwicklung profitieren würden, wie ein Bericht des Handelsblattes zeigt.Marktführer Jinko Solar und die ebenfalls an den Börsen gelisteten Wettbewerber Longi, Trina Solar und Canadian Solar verzeichnen demnach seit Monaten sinkende Kurse. Beim fünften großen Produzenten, JA Solar, das keine Aktien im Umlauf hat, dürfte es kaum anders aussehen.
Das Problem besteht im Wesentlichen darin, dass China den Weltmarkt im Grunde flutete, indem massive Überkapazitäten aufgebaut wurden. Im letzten Jahr wurden auf dem gesamten Weltmarkt zwischen 300 und 400 Gigawatt Modulleistungen verkauft. Allein in China stehen allerdings Fertigungsanlagen für 600 Gigawatt pro Jahr, weitere 200 Gigawatt kommen auf der ganzen restlichen Welt hinzu.
Am Tropf des Staates
Die Staatsführung in Peking ist dabei mit ihren strategischen Zielsetzungen nicht unschuldig. Dort stufte man die Solarproduktion als einen Schlüsselmarkt neben Batterien, Elektroautos und Windkraftanlagen ein, mit denen man die Hightech-Sektoren der Welt zukünftig dominieren könnte. Infolgedessen sollen allein im letzten Jahr staatliche Mittel in Höhe von 130 Milliarden Dollar in die Industrie geflossen sein, was nun zunehmend Probleme verursacht.Trina-Chef Gao Jifan beklagte beispielsweise, dass in der ganzen Lieferkette keine Gewinne zu holen seien. Denn durch die riesigen Mengen an Solarzellen, mit denen China den Weltmarkt flutete, sanken die Preise schneller als die Produktionskosten. Jinko verbuchte als Marktführer zwar zuletzt noch ganz ordentliche Zahlen, doch auch hier geht es abwärts.
Das kann letztlich die ganze Branche in arge Schwierigkeiten bringen, denn wenn plötzlich mehrere große chinesische Produzenten dem selbst verschuldeten Druck nicht mehr standhalten, nachdem die Konkurrenz in anderen Regionen weitgehend am Boden ist, könnte es weltweit zu Engpässen kommen, was die Energiewende stocken ließe. Umso wichtiger scheint es, dass beispielsweise in Europa Maßnahmen ergriffen werden, um sich aus der Abhängigkeit von China zu lösen und eigene Hersteller in der Region zu haben.
Zusammenfassung
- Deutsche PV-Unternehmen leiden unter chinesischer Konkurrenz
- Solarbranche in China kämpft mit Überproduktion und Insolvenzen
- Chinesische Solarfirmen wie Jinko Solar erleben Kursverluste
- China hat Überkapazitäten von 600 GW, Weltmarkt bei 300-400 GW
- Peking förderte Solarindustrie mit 130 Milliarden Dollar
- Trina-Chef Gao Jifan sieht keine Gewinne in der Lieferkette
- Engpässe drohen, wenn chinesische Produzenten nachgeben
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