Chinas Solarindustrie hat sich mit Dumpingpreisen fast ruiniert
Mit Dumpingpreisen hat die chinesische Solar-Branche weltweit die Konkurrenz kleingehalten oder sogar ausgeschaltet. Allerdings zeigt sich inzwischen längst, dass der Preiskampf auch für die chinesischen Hersteller gravierende Probleme mit sich bringt.
Die Entlassungen sind nur die Spitze eines ganzen Eisberges an Problemen. Denn die chinesischen Hersteller haben sich mit ihren Dumping-Preisen auch den eigenen Markt fast zerstört. Binnen des letzten Jahres haben sich die Preise für die Module nahezu halbiert. In China werden mit dem Verkauf schon keine Gewinne mehr eingefahren, sodass die Produzenten bereits versuchten, mit Exporten ihr Überleben zu sichern.
Das reicht allerdings nicht - daher werden inzwischen nicht mehr nur Solarmodule in alle Welt verkauft, die Branchengrößen beginnen auch gleich damit, im Ausland eigene Produktionskapazitäten aufzubauen. Insbesondere die USA sind dabei als Standort interessant. Denn einerseits ist der Export dorthin schwierig, weil es Handelsbeschränkungen für High Tech aus China gibt. Staatliche Förderungen locken andererseits damit, Fertigungslinien aufzubauen.
Dass die Branche bei ihrem Weg in andere Regionen der Welt von der heimischen Staatsführung abgehalten wird, ist kaum zu erwarten. Denn China hat den Umfang der neu installierten Photovoltaik-Leistung im vergangenen Jahr zwar im Jahresvergleich um das 2,5-Fache auf 2017 Gigawatt gesteigert, die Produktionskapazitäten wuchsen aber noch weitaus schneller. China ist aktuell in der Lage, 80 Prozent der globalen Nachfrage zu decken.
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Longi streicht Stellen
Jüngstes Beispiel hierfür ist Longi Green Energy Technology, einer der führenden Vertreter der Solarzellen-Fertigung. Dieser dementierte zwar Berichte, dass er bis zu 30 Prozent seiner Belegschaft entlassen muss, doch wie das Handelsblatt nun berichtet, werden zumindest rund 5 Prozent der Stellen gestrichen, um die kaum existenten Margen zumindest nicht völlig zu verlieren. In einer rasant wachsenden Branche ist das durchaus bemerkenswert.Die Entlassungen sind nur die Spitze eines ganzen Eisberges an Problemen. Denn die chinesischen Hersteller haben sich mit ihren Dumping-Preisen auch den eigenen Markt fast zerstört. Binnen des letzten Jahres haben sich die Preise für die Module nahezu halbiert. In China werden mit dem Verkauf schon keine Gewinne mehr eingefahren, sodass die Produzenten bereits versuchten, mit Exporten ihr Überleben zu sichern.
Das reicht allerdings nicht - daher werden inzwischen nicht mehr nur Solarmodule in alle Welt verkauft, die Branchengrößen beginnen auch gleich damit, im Ausland eigene Produktionskapazitäten aufzubauen. Insbesondere die USA sind dabei als Standort interessant. Denn einerseits ist der Export dorthin schwierig, weil es Handelsbeschränkungen für High Tech aus China gibt. Staatliche Förderungen locken andererseits damit, Fertigungslinien aufzubauen.
Es geht in die USA
Konkretes Ergebnis dessen ist unter anderem ein Projekt, das Longi mit einem US-Partner in Fahrt gebracht hat. Im US-Bundesstaat Ohio baut man ein Werk, in dem tausend Solarmodule pro Stunde gebaut werden können - und das soll erst der Anfang dessen sein, was hier noch kommen wird.Dass die Branche bei ihrem Weg in andere Regionen der Welt von der heimischen Staatsführung abgehalten wird, ist kaum zu erwarten. Denn China hat den Umfang der neu installierten Photovoltaik-Leistung im vergangenen Jahr zwar im Jahresvergleich um das 2,5-Fache auf 2017 Gigawatt gesteigert, die Produktionskapazitäten wuchsen aber noch weitaus schneller. China ist aktuell in der Lage, 80 Prozent der globalen Nachfrage zu decken.
Zusammenfassung
- Chinesische Solarbranche kämpft mit eigenen Dumpingpreisen
- Longi Green Energy streicht rund 5 Prozent der Stellen
- Preise für Solarmodule in China haben sich halbiert
- Hersteller bauen Produktionskapazitäten im Ausland auf
- USA als neuer Standort wegen Handelsbeschränkungen attraktiv
- Longi startet Projekt mit US-Partner in Ohio
- Chinas Photovoltaik-Leistung stark gestiegen, übertrifft Nachfrage
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