Trotz Rückzugs-Ankündigung:
Acer verkauft weiter nach Russland
Der taiwanische Computerkonzern Acer hat sein Russland-Geschäft keineswegs so konsequent zurückgefahren, wie es vor einem Jahr noch klang. Das Unternehmen liefert noch immer diverse Produkte in den stark sanktionierten Markt.
Auch Acer hatte nach der Invasion russischer Streitkräfte in der Ukraine angekündigt, seine Geschäfte in dem Land komplett einzustellen. Damit ging man den gleichen Schritt, wie auch die meisten anderen Unternehmen, die in demokratischen Staaten verwurzelt sind. Wie die Nachrichtenagentur Reuters nun aber berichtete, seien trotzdem weiter Waren nach Russland geliefert worden.
Diese exportierte allerdings nicht Acer mit Sitz in Taiwan, das sich den Sanktionen gegen Russland anschloss, selbst, sondern die Landestochter des Konzerns in der Schweiz. Aus Zollunterlagen soll hervorgehen, dass die Lieferungen seit dem letzten Frühjahr ein Umsatzvolumen von etwas mehr als 70 Millionen Dollar umfassten. Das ist durchaus ein relativ überschaubarer Umfang.
Eine anonyme Quelle erklärte gegenüber Reuters allerdings, dass nach dem April letzten Jahres durchaus auch noch Notebooks des Herstellers in den russischen Handel gekommen sind. Woher diese allerdings genau importiert wurden, konnte nicht nachvollzogen werden. Laut dem Mutterkonzern kann es sein, dass russische Importeure noch Kontingente aus Drittstaaten bezogen haben, wo diese bereits im Besitz unabhängiger Händler waren. Im Dezember letzten Jahres wurden die Embargo-Maßnahmen noch einmal verschärft und seitdem dürfte sich der Umfang der nach Russland gelieferten Acer-Produkte noch einmal reduziert haben.
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Diese exportierte allerdings nicht Acer mit Sitz in Taiwan, das sich den Sanktionen gegen Russland anschloss, selbst, sondern die Landestochter des Konzerns in der Schweiz. Aus Zollunterlagen soll hervorgehen, dass die Lieferungen seit dem letzten Frühjahr ein Umsatzvolumen von etwas mehr als 70 Millionen Dollar umfassten. Das ist durchaus ein relativ überschaubarer Umfang.
Notebooks auch nach April 2022
Acer bestätigte die Exporte nach Russland, verwies allerdings darauf, dass die Schweiz die gleichen Sanktionsauflagen befolgt wie die EU. Dies bedeutet, dass beispielsweise keine Computer mit modernen Chips geliefert werden dürfen. Acer verkaufte nach eigenen Angaben vor allem Monitore und Zubehör, das nicht militärisch eingesetzt werden kann.Eine anonyme Quelle erklärte gegenüber Reuters allerdings, dass nach dem April letzten Jahres durchaus auch noch Notebooks des Herstellers in den russischen Handel gekommen sind. Woher diese allerdings genau importiert wurden, konnte nicht nachvollzogen werden. Laut dem Mutterkonzern kann es sein, dass russische Importeure noch Kontingente aus Drittstaaten bezogen haben, wo diese bereits im Besitz unabhängiger Händler waren. Im Dezember letzten Jahres wurden die Embargo-Maßnahmen noch einmal verschärft und seitdem dürfte sich der Umfang der nach Russland gelieferten Acer-Produkte noch einmal reduziert haben.
Zusammenfassung
- Acer liefert trotz Sanktionen weiterhin Produkte nach Russland.
- Lieferungen über Landestochter in der Schweiz.
- Umsatzvolumen von ca. 70 Mio. Dollar.
- Schweiz folgt gleichen Sanktionen wie EU.
- Verkauf von Monitoren und Zubehör, nicht militärisch nutzbar.
- Anonyme Quelle: Notebooks auch nach Russland geliefert.
- Embargo-Maßnahmen im Dezember letzten Jahres verschärft.
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