Metro 2033-Autor wurde in Russland zu acht Jahren Haft verurteilt
Der russische Krieg gegen die Ukraine ist auch im eigenen Land alles andere als unumstritten, jedoch trauen sich die wenigsten, ihre Stimme gegen Wladimir Putin zu erheben. Jene, die es dennoch machen, müssen mit Konsequenzen rechnen - so wie Dmitri Gluchowski.
Dmitri Alexejewitsch Gluchowski, der Autor der Romanvorlage(n), war von Anfang an ein Kritiker des Krieges gegen die Ukraine und hat sich mehrfach für dessen Ende ausgesprochen. Im März 2022 veröffentlichte er auf Instagram ein Video, das Kriegsszenen aus Mariupol zeigt. Dazu schrieb er: "Stoppt den Krieg! Erkenne, dass dies ein echter Krieg gegen ein ganzes Volk ist und beende ihn! Mariupol."
Er ist nicht der erste Regimekritiker, der mit drakonischen Strafen für Kritik am Krieg rechnen muss: So wurde der schon lange inhaftierte Regimekritiker Alexei Nawalny vergangene Woche zu (weiteren) 19 Jahren Haft verurteilt.
Im Gegensatz zu Nawalny muss Gluchowski derzeit nicht tatsächlich hinter Gittern, da er in Abwesenheit verurteilt wurde. Im April des Vorjahres setzte er sich in den Westen ab. Sein derzeitiger Aufenthaltsort ist nicht bekannt.
Siehe auch:
Metro 2033 - Fiktion trifft auf Realität
Metro 2033 handelt zwar von einer dystopischen Zukunft nach einem Atomkrieg, dennoch kann man die Bilder der Zerstörung, die auch viele Gamer aus dem gleichnamigen Videospiel sowie dessen Nachfolgern kennen, auch mit der Ukraine in Zusammenhang bringen. Denn eine völlig zerstörte Stadt wie Mariupol könnte auch als Kulisse für Metro 2033, Metro: Last Light oder Metro Exodus dienen.Dmitri Alexejewitsch Gluchowski, der Autor der Romanvorlage(n), war von Anfang an ein Kritiker des Krieges gegen die Ukraine und hat sich mehrfach für dessen Ende ausgesprochen. Im März 2022 veröffentlichte er auf Instagram ein Video, das Kriegsszenen aus Mariupol zeigt. Dazu schrieb er: "Stoppt den Krieg! Erkenne, dass dies ein echter Krieg gegen ein ganzes Volk ist und beende ihn! Mariupol."
Dieser Beitrag und auch weitere, in denen sich Gluchowski gegen Krieg und russische Kriegsverbrechen ausgesprochen hat, haben nun Konsequenzen: Wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, wurde der Autor zu acht Jahren Haft verurteilt, nachdem er für schuldig befunden wurde, in Online-Beiträgen "falsche Informationen über das russische Militär" verbreitet zu haben.
Er ist nicht der erste Regimekritiker, der mit drakonischen Strafen für Kritik am Krieg rechnen muss: So wurde der schon lange inhaftierte Regimekritiker Alexei Nawalny vergangene Woche zu (weiteren) 19 Jahren Haft verurteilt.
Im Gegensatz zu Nawalny muss Gluchowski derzeit nicht tatsächlich hinter Gittern, da er in Abwesenheit verurteilt wurde. Im April des Vorjahres setzte er sich in den Westen ab. Sein derzeitiger Aufenthaltsort ist nicht bekannt.
Zusammenfassung
- Dmitri Gluchowski: Kritiker des Krieges gegen Ukraine, 8 Jahre Haft.
- Gluchowski: In Abwesenheit verurteilt, Aufenthaltsort unbekannt.
- Ukraine: Kriegszerstörungen, wie Kulisse für Metro 2033.
- Gluchowski: Veröffentlichte Video mit Kriegsszenen aus Mariupol.
- Konsequenzen: Regimekritiker mit drakonischen Strafen.
- Gluchowski: "Stoppt den Krieg!"
Siehe auch:
- Njet zu freier Rede: Russland schafft die Online-Anonymität ab
- Ukraine: Polizei hebt gigantische Botfarm in Diensten Russlands aus
- Russland verbietet Staatsbediensteten die Nutzung von Apple-Geräten
- Russland will Piraterie legalisieren - Firmen dort finden das nicht knorke
- Eigenzensur bitte: Russland findet Kompromiss mit Piraten-Seiten
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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