China verknappt jetzt die Versorgung des Westens mit Graphit
China reagiert einmal mehr mit stärkeren Exportkontrollen auf die jüngsten Technologie-Sanktionen. Diesmal müssen sich die Tech-Branche und andere Industrien weltweit darauf einstellen, dass es zu einer Verknappung von Graphit kommt.
Diese Form des Kohlenstoffs ist nun eigentlich nahezu allgegenwärtig und es ist schwer, sich vorzustellen, dass China hier die Hand draufhaben kann. Doch ist das Land eben auch der dominante Hersteller verschiedener Formen des Materials - das gilt insbesondere für die hochreinen Varianten, die beispielsweise für die Batterieproduktion benötigt werden.
Nach Angaben des US Geological Survey ist der Markt für Graphit, der in Batterien verwendet wird, seit 2018 weltweit um 250 Prozent gewachsen. China war im vergangenen Jahr mit einem Anteil von schätzungsweise 65 Prozent an der weltweiten Produktion der weltweit führende Graphitproduzent. Entsprechend hart könnte eine Begrenzung des Exports die globale Wirtschaft treffen, wie aus einem Bericht des US-Senders CNN hervorgeht.
Graphit wird aber nicht nur in der Akku-Produktion, sondern auch in der Halbleiter-, Luft- und Raumfahrt-, Chemie- und Stahlindustrie verwendet. In den letzten Jahren seien angesichts der wachsenden Spannungen zwischen China und den westlichen Industriestaaten zwar schon viele Unternehmen auf die Suche nach anderen Quellen gegangen. Doch können die Anbieter außerhalb des asiatischen Riesenlandes die globale Nachfrage keinesfalls auch nur annähernd decken.
Wie stark sich die neuen Exportbeschränkungen für Graphit auswirken werden, bleibt abzuwarten. Im Juli verhängte Peking allerdings Ausfuhrbeschränkungen für Gallium und Germanium, zwei für die Herstellung von Halbleitern wichtige Mineralien. Einen Monat später fielen die Überseelieferungen dieser Materialien auf null.
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Nach Angaben des US Geological Survey ist der Markt für Graphit, der in Batterien verwendet wird, seit 2018 weltweit um 250 Prozent gewachsen. China war im vergangenen Jahr mit einem Anteil von schätzungsweise 65 Prozent an der weltweiten Produktion der weltweit führende Graphitproduzent. Entsprechend hart könnte eine Begrenzung des Exports die globale Wirtschaft treffen, wie aus einem Bericht des US-Senders CNN hervorgeht.
Graphit wird aber nicht nur in der Akku-Produktion, sondern auch in der Halbleiter-, Luft- und Raumfahrt-, Chemie- und Stahlindustrie verwendet. In den letzten Jahren seien angesichts der wachsenden Spannungen zwischen China und den westlichen Industriestaaten zwar schon viele Unternehmen auf die Suche nach anderen Quellen gegangen. Doch können die Anbieter außerhalb des asiatischen Riesenlandes die globale Nachfrage keinesfalls auch nur annähernd decken.
Umfang noch unklar
Die Ankündigung Chinas, die Exporte zu begrenzen, was mit Gründen der nationalen Sicherheit begründet wird, erfolgt nur wenige Tage, nachdem die Vereinigten Staaten zusätzliche Beschränkungen für den Verkauf von Halbleitern nach China eingeführt hatten.Wie stark sich die neuen Exportbeschränkungen für Graphit auswirken werden, bleibt abzuwarten. Im Juli verhängte Peking allerdings Ausfuhrbeschränkungen für Gallium und Germanium, zwei für die Herstellung von Halbleitern wichtige Mineralien. Einen Monat später fielen die Überseelieferungen dieser Materialien auf null.
Zusammenfassung
- China erhöht Exportkontrollen als Reaktion auf Technologie-Sanktionen
- Verknappung von Graphit droht, ein wichtiger Rohstoff für viele Industrien
- China ist dominanter Hersteller von Graphit, insbesondere hochreiner Varianten
- Graphit-Markt seit 2018 um 250 Prozent gewachsen, China hält 65 Prozent Anteil
- Begrenzung des Exports könnte globale Wirtschaft stark treffen
- Andere Anbieter können globale Nachfrage nicht annähernd decken
- US-Verkauf von Halbleitern nach China kürzlich eingeschränkt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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