Windows 11: Erste Teile des Kernels sind schon auf Rust umgestellt
Microsoft hat seiner Ankündigung bereits Taten folgen lassen: Im Windows-Kernel sind die ersten Teile des Codes in der Programmiersprache Rust geschrieben. Das soll zukünftig für höhere Sicherheit sorgen.
"Wenn Sie im Win11-Insider-Ring sind, erhalten Sie den ersten Vorgeschmack auf Rust im Windows-Kernel", twitterte Mark Russinovich, Technik-Chef der Azure-Sparte Microsofts. Allerdings ging er nicht näher darauf ein, auf welchen Insider-Kanal er sich genau bezieht.
Die fraglichen Dateien, mit denen Rust-Code in den Windows-Kernel integriert wird, lassen sich im Systemverzeichnis aber relativ einfach ausfindig machen: Man erkennt sie am Kürzel "_rs" am Dateinamen. So gibt es neben dem File "win32kbase.sys" nun auch "win32kbase_rs.sys". Interessierte Teilnehmer am Insider-Programm können hier nun also selbst nachschauen, ob bei ihnen bereits entsprechende Kennzeichnungen auftauchen.
Der Nutzer dürfte von der Umstellung an sich nichts mitbekommen. Bestenfalls kommt es gar nicht erst zu Sicherheitsproblemen, über die man sich eine Malware einfangen könnte. Der große Vorteil Rusts liegt darin, dass man es mit einer speichersicheren Programmiersprache zu tun hat. Die meisten Sicherheitslücken entstehen in herkömmlichem Code dadurch, dass unter anderem Speicherzugriffsfehler oder Pufferüberläufe nicht abgefangen werden. Darum muss sich der Entwickler hier nun aber nicht mehr kümmern, was viele Probleme vermeidet.
Siehe auch:
Die fraglichen Dateien, mit denen Rust-Code in den Windows-Kernel integriert wird, lassen sich im Systemverzeichnis aber relativ einfach ausfindig machen: Man erkennt sie am Kürzel "_rs" am Dateinamen. So gibt es neben dem File "win32kbase.sys" nun auch "win32kbase_rs.sys". Interessierte Teilnehmer am Insider-Programm können hier nun also selbst nachschauen, ob bei ihnen bereits entsprechende Kennzeichnungen auftauchen.
Es geht binnen Wochen voran
Auf jeden Fall zeigt die Sache, dass Microsoft in dieser Hinsicht ziemlich zügig arbeitet. Das Unternehmen hatte erst auf der Sicherheitskonferenz BlueHat IL 2023, die Mitte April in Israel stattfand, bekannt gegeben, dass man Teile des Windows-Kernels auf Rust umstellen wird. Bis zum Rollout dauerte es so nun nur wenige Wochen, was angesichts der Prozesse, die in einem Unternehmen dieser Größe durchlaufen werden müssen, beachtlich ist.Der Nutzer dürfte von der Umstellung an sich nichts mitbekommen. Bestenfalls kommt es gar nicht erst zu Sicherheitsproblemen, über die man sich eine Malware einfangen könnte. Der große Vorteil Rusts liegt darin, dass man es mit einer speichersicheren Programmiersprache zu tun hat. Die meisten Sicherheitslücken entstehen in herkömmlichem Code dadurch, dass unter anderem Speicherzugriffsfehler oder Pufferüberläufe nicht abgefangen werden. Darum muss sich der Entwickler hier nun aber nicht mehr kümmern, was viele Probleme vermeidet.
Zusammenfassung
- Microsoft hat begonnen, Teile des Windows-Kernels in Rust zu schreiben.
- Insider können am Systemverzeichnis erkennen, ob Rust-Code integriert wurde.
- Microsoft hat den Rollout nur wenige Wochen nach der Ankündigung erledigt.
- Nutzer bemerken nichts von der Umstellung, aber die Sicherheit wird gesteigert.
- Rust ist eine speichersichere Programmiersprache, die Sicherheitslücken vermeidet.
- Entwickler müssen sich nicht um Speicherzugriffe oder Pufferüberläufe kümmern.
- Microsofts Ziel ist es, mehr Sicherheit für Windows-Nutzer zu schaffen.
Siehe auch:
- Neues Android-Update fixt Kernel-Bug, der für Spyware ausgenutzt wird
- Update Windows Subsystem: Microsoft muss Linux-Kernel downgraden
- iOS 16.3.1 ist da: Apple hat Kernel-Bug und iCloud-Probleme behoben
- Konsequent: Linux-Kernel 6.2 bekommt Korrektur für Disketten-Fehler
- Neues Anti-Cheat-System von EA setzt sich tief im Windows-Kernel fest
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