Microsoft lädt ein: Surface Duo-Kernel auf GitHub, Bootloader offen
Microsoft geht mit seinem neuen Surface Duo gleich in die Offensive und tut alles dafür, auch Entwickler für das Gerät zu begeistern. Den Quellcode für den Kernel des Betriebsystems haben die Redmonder direkt auf GitHub veröffentlicht.
Darüber hinaus hat Microsoft bereits vor einiger Zeit bestätigt, dass der Bootloader des Surface Duo freigeschaltet werden kann. Das macht auch gleich den Weg frei, auf dem Entwickler eigene, modifizierte Versionen des Betriebssystems aufspielen und testen können. Auf diese Weise kann man sehr umfangreich mit der Hardware, die Microsoft hier liefert, experimentieren und ist nicht auf die angebotenen Schnittstellen beschränkt.
Grundsätzlich ist natürlich jeder Anbieter von Android-Systemen verpflichtet, den Kernel mit den von ihm vorgenommenen Änderungen öffentlich zu machen. Das schreibt die Lizenz des Linux-Kernels vor, der in dem System steckt. Allerdings merkt man bei den meisten Anbietern, dass sie dieser Pflicht eher widerwillig nachkommen und so erfolgen entsprechende Veröffentlichungen meist recht spät und sie sind nur mit einiger Suche aufzuspüren.
Die Redmonder bieten den Kernel des Surface Duo gleich als GitHub-Repository an, das in die eigene Entwicklungsumgebung eingebunden werden kann. Man empfiehlt für die Arbeit an dem Code die Nutzung eines Ubuntu-Systems, auf dem dann der Qualcomm Snapdragon LLVM Compiler und andere Tools genutzt werden können.
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Grundsätzlich ist natürlich jeder Anbieter von Android-Systemen verpflichtet, den Kernel mit den von ihm vorgenommenen Änderungen öffentlich zu machen. Das schreibt die Lizenz des Linux-Kernels vor, der in dem System steckt. Allerdings merkt man bei den meisten Anbietern, dass sie dieser Pflicht eher widerwillig nachkommen und so erfolgen entsprechende Veröffentlichungen meist recht spät und sie sind nur mit einiger Suche aufzuspüren.
Anleitung für Modder
Microsoft hingegen verhält sich vorbildlich und einladend. Das ist auch einem gewachsenen Verständnis innerhalb des Unternehmens zu verdanken, dass letztlich die Arbeit externer Entwickler mit darüber entscheidet, ob eine Plattform Erfolg hat oder nicht. Die früheren Smartphone-Ambitionen Microsofts sind immerhin auch daran gescheitert, dass man stets die dritte Geige hinter iOS und Android spielte und so wichtige Apps schlicht zu spät oder gar nicht auf die Windows-Geräte kamen.Die Redmonder bieten den Kernel des Surface Duo gleich als GitHub-Repository an, das in die eigene Entwicklungsumgebung eingebunden werden kann. Man empfiehlt für die Arbeit an dem Code die Nutzung eines Ubuntu-Systems, auf dem dann der Qualcomm Snapdragon LLVM Compiler und andere Tools genutzt werden können.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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