Konsequent: Linux-Kernel 6.2 bekommt Korrektur für Disketten-Fehler
Manche Dinge dauern bekannterweise etwas länger. So wird die kommende Version des Linux-Kernels endlich einen Fehler beheben, mit dem Nutzer von klassischen Disketten-Laufwerken nun schon seit vielen Jahren zu kämpfen haben.
Der fragliche Bug beschäftigt den Kernel-Entwickler Jiři Kosina, der zum Team des Distributors SuSE gehört, schon lange. Oder besser gesagt: Die Kette an Bugs. Denn Kosina bringt in schöner Regelmäßigkeit Patches für die jeweils in Entwicklung befindlichen Kernels heraus, die jeweils zwar ein bestimmtes Problem beheben, damit dann aber jeweils einen weiteren Fehler ins Rampenlicht treten lassen. Das geht aus einem Bericht des britischen Magazins The Register hervor.
Eigentlich dürfte man annehmen, dass etwas so Triviales, wie die Verwendung von Disketten als Speichermedium, nach so vielen Jahren ihrer Existenz kein Problem mehr darstellt. Allerdings muss man hier eben auch bedenken, dass die zugrundeliegende Software, die heute unter Linux für die Steuerung der Controller in Floppy-Laufwerken genutzt werden, erst geschrieben wurde, als das Medium schon deutlich auf dem Rückzug war. Entsprechend geringe Priorität hatten Bugs in der Folge.
Für die kommende Kernel-Version steuert der Entwicklung nun einen Patch bei, der einen weiteren Fehler behebt, durch den ein Speicherleck entstand. Der Bug reicht zurück bis in den Kernel 5.11 oder sogar noch weiter. Wer also immer mit entsprechenden Schwierigkeiten zu kämpfen hat, kann sich auf Besserung freuen. Wie viele User genau betroffen sind und wo man diese überhaupt findet, ist allerdings unbekannt.
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Eigentlich dürfte man annehmen, dass etwas so Triviales, wie die Verwendung von Disketten als Speichermedium, nach so vielen Jahren ihrer Existenz kein Problem mehr darstellt. Allerdings muss man hier eben auch bedenken, dass die zugrundeliegende Software, die heute unter Linux für die Steuerung der Controller in Floppy-Laufwerken genutzt werden, erst geschrieben wurde, als das Medium schon deutlich auf dem Rückzug war. Entsprechend geringe Priorität hatten Bugs in der Folge.
Immer neue Patches
Dass aber noch immer aktiv an Patches gearbeitet wird, verweist vielmehr darauf, dass es noch immer eine durchaus nennenswerte Zahl an Nutzern geben muss, die Rechner mit Diskettenlaufwerken verwenden - und dies in Verbindung mit aktuellen Linux-Kerneln. Der Fehler, an dem Kosina hier zuletzt arbeitete, trat auf, wenn ein System versuchte, auf einer Diskette Daten zu lesen und der Anwender sie währenddessen entfernte. Um weitergehende Folgen für das gesamte System zu verhindern, sorgte ein Patch im Kernel 5.18 dafür, dass der Diskettencontroller dann hart deaktiviert wurde.Für die kommende Kernel-Version steuert der Entwicklung nun einen Patch bei, der einen weiteren Fehler behebt, durch den ein Speicherleck entstand. Der Bug reicht zurück bis in den Kernel 5.11 oder sogar noch weiter. Wer also immer mit entsprechenden Schwierigkeiten zu kämpfen hat, kann sich auf Besserung freuen. Wie viele User genau betroffen sind und wo man diese überhaupt findet, ist allerdings unbekannt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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