Gegen Rassismus: "Blacklist" & "Slave" aus dem Linux-Kernel gestrichen

Usa, Protest, Rassismus Bildquelle: Pixabay
Die aktuellen Anti-Rassismus-Proteste wirken sich auch auf die IT-Welt aus und haben nun dafür gesorgt, dass die Bezeichnungen im Code des Linux-Kernels angepasst wurden. Statt Begriffen wie "Blacklist/Whitelist" und "Master/Slave" sind hier nun politisch korrekte Namen zu finden. In der vergangenen Woche hatte der Linux-Programmierer Dan Williams den Vorschlag ein­ge­reicht, die Richtlinien für Entwickler zu überarbeiten und problematische Begriffe ab­zu­än­dern. Die Empfehlung sah vor, das Begriffspaar "Blacklist/Whitelist" durch "Denylist/Allowlist" oder "Blocklist/Passlist" zu ersetzen. Die Bezeichnung "Master/Slave" soll durch "Pri­ma­ry/Se­con­da­ry", "Main/Replica", "Initiator/Target", "Requester/Responder", "Controller/Device", "Host/Worker", "Leader/Follower", "Director/Performer" oder ähnliche Begriffe ersetzt wer­den. Das geht aus einem Bericht von ZDNet hervor.

Umsetzung bleibt Entwicklern überlassen

Nun hat auch Linus Torvalds den Vorschlag ak­zep­tiert und vor kurzem einen Patch in den Hauptzweig des Kernel-Quell­co­des eingebaut. Die Coding-Richt­li­nie enthält allerdings keine strikten Vor­schrif­ten, sondern lediglich Emp­feh­lun­gen. Damit bleibt die Umsetzung wei­test­geh­end den Entwicklern der Open-Source-Soft­wa­re überlassen. Daher ist noch nicht bekannt, in wie vielen Subsystemen sich die Änderungen später finden lassen werden. Von der neuen Richtlinie sind vor allem existierende Schnitt­stel­len, die genau definierte Protokolle oder Spe­zi­fi­ka­tio­nen implementieren, ausgenommen.

Neben dem Linux-Team haben in letzter Zeit auch einige weitere Entwickler Korrekturen an ihrer Software vorgenommen und derartige Begriffe aus dem Programmcode gestrichen. An­fang des vergangenen Monats hatte Google den Begriff "Blacklist" durch "Blocklist" ersetzt. Obwohl der Suchmaschinenkonzern mit dieser Umstellung schon vor zwei Jahren begonnen hatte, waren hier noch immer Verweise auf Blacklists zu finden. Um mit dem Thema Po­li­zei­ge­walt sensibler umzugehen, hat Epic Games sämtliche Streifenwagen aus Fortnite verbannt.

Siehe auch:
Usa, Protest, Rassismus Usa, Protest, Rassismus Pixabay
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren169
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden