Gegen Rassismus: "Blacklist" & "Slave" aus dem Linux-Kernel gestrichen
Die aktuellen Anti-Rassismus-Proteste wirken sich auch auf die IT-Welt aus und haben nun dafür gesorgt, dass die Bezeichnungen im Code des Linux-Kernels angepasst wurden. Statt Begriffen wie "Blacklist/Whitelist" und "Master/Slave" sind hier nun politisch korrekte Namen zu finden.
In der vergangenen Woche hatte der Linux-Programmierer Dan Williams den Vorschlag eingereicht, die Richtlinien für Entwickler zu überarbeiten und problematische Begriffe abzuändern. Die Empfehlung sah vor, das Begriffspaar "Blacklist/Whitelist" durch "Denylist/Allowlist" oder "Blocklist/Passlist" zu ersetzen. Die Bezeichnung "Master/Slave" soll durch "Primary/Secondary", "Main/Replica", "Initiator/Target", "Requester/Responder", "Controller/Device", "Host/Worker", "Leader/Follower", "Director/Performer" oder ähnliche Begriffe ersetzt werden. Das geht aus einem Bericht von ZDNet hervor.
Neben dem Linux-Team haben in letzter Zeit auch einige weitere Entwickler Korrekturen an ihrer Software vorgenommen und derartige Begriffe aus dem Programmcode gestrichen. Anfang des vergangenen Monats hatte Google den Begriff "Blacklist" durch "Blocklist" ersetzt. Obwohl der Suchmaschinenkonzern mit dieser Umstellung schon vor zwei Jahren begonnen hatte, waren hier noch immer Verweise auf Blacklists zu finden. Um mit dem Thema Polizeigewalt sensibler umzugehen, hat Epic Games sämtliche Streifenwagen aus Fortnite verbannt.
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Umsetzung bleibt Entwicklern überlassen
Nun hat auch Linus Torvalds den Vorschlag akzeptiert und vor kurzem einen Patch in den Hauptzweig des Kernel-Quellcodes eingebaut. Die Coding-Richtlinie enthält allerdings keine strikten Vorschriften, sondern lediglich Empfehlungen. Damit bleibt die Umsetzung weitestgehend den Entwicklern der Open-Source-Software überlassen. Daher ist noch nicht bekannt, in wie vielen Subsystemen sich die Änderungen später finden lassen werden. Von der neuen Richtlinie sind vor allem existierende Schnittstellen, die genau definierte Protokolle oder Spezifikationen implementieren, ausgenommen.Neben dem Linux-Team haben in letzter Zeit auch einige weitere Entwickler Korrekturen an ihrer Software vorgenommen und derartige Begriffe aus dem Programmcode gestrichen. Anfang des vergangenen Monats hatte Google den Begriff "Blacklist" durch "Blocklist" ersetzt. Obwohl der Suchmaschinenkonzern mit dieser Umstellung schon vor zwei Jahren begonnen hatte, waren hier noch immer Verweise auf Blacklists zu finden. Um mit dem Thema Polizeigewalt sensibler umzugehen, hat Epic Games sämtliche Streifenwagen aus Fortnite verbannt.
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