49-Euro-Ticket: Kauf kompliziert, Infos fehlen, Kunden haben es schwer

Die Politik hat lange um einen Nachfolger für das 9-Euro-Ticket gerungen. Jetzt ist das 49-Euro-Ticket da. Verbraucherschützer kritisieren nach dem Start, dass Kunden von Verkehrsunternehmen und Verbünden unnötig viele Steine in den Weg gelegt bekommen.
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Kundeninformationen zum 49-Euro-Ticket meistens mangelhaft

Ob man es nun Deutschlandticket oder 49-Euro-Ticket nennt: Das Ringen der Politik war groß, vor allem der Widerstand des Finanzministers. Seit diesem Monat ist der politische Nachfolger des 9-Euro-Tickets verfügbar und soll die Nutzung des Nahverkehrs fördern. Wichtig dafür ist natürlich, dass die Kunden das Ticket einfach erwerben können und verstehen, wann es gilt. Genau hier hapert es aber laut einer Analyse des Verbraucherzentrale-Bundesverbandes enorm.


Wie die aktuelle Marktanalyse zeige, werden Kunden auf den Internetseiten und Apps vieler Verkehrsunternehmen und -verbünde nur "unzureichend oder gar nicht" mit wichtigen Informationen zu dem Ticket versorgt - die Stichprobe umfasst 15 Anbieter. Die klare Kritik: Mehrheitlich fehlt eine Übersicht, die Leistungsunterschiede mit aktuellen Nahverkehrs-Abos aufzeigt.

Auch, ob eine automatische Umstellung erfolgt oder Kunden selbst aktiv werden müssen, sei oft nicht einfach nachvollziehbar. Dass bei ein und demselben Anbieter je nach bisherigem Abo beide Varianten möglich sein können, sorgt hier natürlich für weitere Unklarheiten. Was ebenfalls häufig fehlt: Anbieter informieren nicht darüber, wie bereits geleistete Vorauszahlungen beim Wechsel auf das Deutschlandticket verrechnet werden.

Zugänglichkeit schlecht

Alarm schlagen die Verbraucherschützer dann aber deutlich wegen Problemen bei der Zugänglichkeit. 5 von 15 Anbieter schließen explizit aus, dass das Deutschlandticket an Schaltern oder in Kundenzentren erworben werden kann, weitere 4 von 15 liefern keine Informationen, wie der physische Kauf möglich ist.

Zusammenfassung
  • 49-Euro-Ticket seit diesem Monat verfügbar.
  • Verbraucherschützer: Kunden bekommen viele Steine in den Weg gelegt.
  • Unzureichende oder keine Infos zu Leistungsunterschieden.
  • Probleme bei Zugänglichkeit: Anbieter schließen Kauf an Schalter aus.

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