Das 49-Euro-Ticket kommt, doch glücklich ist damit kaum jemand

Die Politik hat vor Kurzem ein bundesweit geltendes "Deutschlandticket" beschlossen, das 49-Euro-Ticket tritt die Nachfolge des 9-Euro-Tickets an. Doch die Freude darüber ist nicht überall groß, denn einige halten es für nicht schnell umsetzbar, andere für zu teuer. Um das 49-Euro-Ticket gab es ein wochen- und monatelanges politischer Hickhack, doch diese Woche haben es Bund und Länder fixiert. Doch es gibt auch viel Kritik daran, viele halten die neue pauschale Lösung für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für überhastet und nicht durchdacht genug.

Verkehrsunternehmen: Gut, aber ...

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) lobt das 49-Euro-Ticket grundsätzlich und meint, dass das der "Paradigmenwechsel für mehr klimafreundliche Mobilität" in Deutschland sei. Der VDV begrüßt es auch, dass "Bund und Länder ihre finanzielle Verantwortung in einem höheren Maße wahrnehmen wollen". Gleichzeitig schreibt der Verband aber auch, dass man das Ticket aufgrund "entscheidender unbeantworteter Fragen" in einigen Regionen nicht wie geplant und gefordert zum 1. Januar 2023 umsetzen kann.


Von Bund und Ländern gibt es für das Deutschlandticket jeweils 1,5 Milliarden Euro. Laut VDV reicht das Geld aber nicht, um das Risiko eines höheren Verlustes abzudecken sowie, dass es nicht erforderliche Anlaufinvestitionen berücksichtigt: "Völlig unberücksichtigt geblieben sind auch die pandemiebedingten Verluste und die hohen Anlaufverluste. Auch die monatliche Kündbarkeit führt zu erheblichen Einnahmerisiken, die den Kompensationsbedarf erhöhen."

Der VDV weiter: "Den Unternehmen kann nicht aufgebürdet werden, das von Bund und Ländern beschlossene Ticket umzusetzen und dabei das eigene Unternehmen in eine massive Schieflage zu bringen. Auch aus kommunaler Sicht ist der Beschluss nicht ausreichend, da auch die städtischen Haushalte keinen Risikoausgleich finanzieren können."

"Zu teuer" und "nicht genug"

Andere Kritik übte der Sozialverband. Dort hält man den Preis von 49 Euro für zu hoch, denn das können sich Sozialschwache vielfach nicht leisten. "Deshalb fordern wir weiterhin ein 365-Euro-Ticket. Ein Euro pro Tag für Mobilität, das wäre wirklich sozial verträglich", sagte Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier (via Der Spiegel). Bedenken äußerte auch der Deutsche Städtetag, dort fürchtet man eine - finanziell bedingte - Ausdünnung der Fahrpläne und kritisiert die nicht ausreichende Finanzierung bei der Kostenübernahme von Geflüchteten.

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