Kanzler sagt, 49-Euro-Ticket kommt "zügig", Länder sehen es anders
Eigentlich wollten Bund und Länder heute gute Nachrichten rund um den Nachfolger für das 9-Euro-Ticket verkünden. Die Finanzierung des 49-Euro-Tickets ist geklärt, jetzt könne es laut Kanzler Scholz "zügig" kommen. Dem widerspricht aber sofort wieder ein Land.
Die angesprochenen Verantwortlichen, also die Ministerpräsidenten der Länder, sehen die schnelle Umsetzung aber offenbar nicht alle so klar wie der Kanzler. Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident in Niedersachsen, erkennt zwar an, dass es eine solche Erwartung gibt, zum heutigen Tag könne man aber erst einmal nur feststellen, dass die finanzielle Grundlage gelegt sei.
Darauf folgt aber eine Aussage, die nicht so ganz zum vom Kanzler formulierten Anspruch passen will. Giffey geht davon aus, dass auch das zuletzt von den Ländern anvisierte Startdatum zum 1. April nicht gehalten werden wird. "Es sieht so aus, dass es wahrscheinlich der Mai werden wird, aber das hängt jetzt von den Verhandlungen ab. Ich hoffe sehr, dass es gelingt", sagte die SPD-Politikerin in der Sendung "RTL Direkt" am Donnerstagabend.
Siehe auch:
Dank 50-50-Einigung soll es 'zügig' gehen, das ist wohl Definitionssache
Erst einmal die gute Nachricht: Nach langem Ringen um ein mögliches Modell für einen Nachfolger des 9-Euro-Tickets scheint die schwierigste Frage vom Tisch: Wie Tagesschau berichtet, haben sich Bund und Länder heute über die Finanzierung des bundesweiten gültigen Fahrscheins im Personennahverkehr verständigt, die Kosten werden exakt geteilt. "Das Deutschlandticket wird jetzt kommen, auch sehr zügig", so Bundeskanzler Olaf Scholz nach der Sitzung mit den Vertretern der Länder. "Wir haben jetzt alle Hürden beseitigt, sodass die Verantwortlichen in den Ländern und den Verkehrsunternehmen jetzt alles daran setzen können, dass das auch schnell und zügig vorangeht."Die angesprochenen Verantwortlichen, also die Ministerpräsidenten der Länder, sehen die schnelle Umsetzung aber offenbar nicht alle so klar wie der Kanzler. Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident in Niedersachsen, erkennt zwar an, dass es eine solche Erwartung gibt, zum heutigen Tag könne man aber erst einmal nur feststellen, dass die finanzielle Grundlage gelegt sei.
Giffey sagt Mai
Berlins regierende Bürgermeisterin, Franziska Giffey (SPD), wird dagegen sehr viel deutlicher als ihre Parteikollegen. Zunächst hat auch sie Lob für den Durchbruch bei der Finanzierung: "Die 50-50-Einigung bei den Kosten, das ist erst mal ein guter Beginn", sagte Berlins Regierungschefin RTL.Darauf folgt aber eine Aussage, die nicht so ganz zum vom Kanzler formulierten Anspruch passen will. Giffey geht davon aus, dass auch das zuletzt von den Ländern anvisierte Startdatum zum 1. April nicht gehalten werden wird. "Es sieht so aus, dass es wahrscheinlich der Mai werden wird, aber das hängt jetzt von den Verhandlungen ab. Ich hoffe sehr, dass es gelingt", sagte die SPD-Politikerin in der Sendung "RTL Direkt" am Donnerstagabend.
Siehe auch:
- Drittes Entlastungspaket bringt Vorschlag für 9-Euro-Ticket-Nachfolger
- 9-Euro-Ticket-Nachfolger kommt: Finanzminister gibt Widerstand auf
- Christian Lindner: 9-Euro-Ticket ist "Gratismentalität" und "nicht fair"
- Mit Rückflugticket: NASA will neue Helikopter zum Mars schicken
- 69 Euro: Verkehrsunternehmen fordern Nachfolger für 9-Euro-Ticket
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