Riesenerfolg für Microsoft:
Sony muss interne Dokumente herausgeben
Microsoft kämpft seit gut einem Jahr für den Activision-Deal, Sony dagegen. Denn auch wenn die Situation komplex ist, kann man alles auf dieses Duell reduzieren. Zuletzt schien Sony immer mehr die Oberhand zu gewinnen, doch nun gibt es einen wichtigen Erfolg für die Redmonder.
In den vergangenen Wochen lief es nicht unbedingt optimal für Microsoft hinsichtlich der 68,7-Milliarden-Dollar-Übernahme. Denn der Konzern bekommt dieser Tage aus Großbritannien, der EU und auch den USA viel wettbewerbsrechtlichen Gegenwind zu spüren. Das ist natürlich ein direkter Erfolg für Sony, denn der PlayStation-Hersteller betreibt massives Lobbying, um die Übernahme zu verhindern.
Sony sieht in einer Übernahme von Activision Blizzard eine Gefahr für den Wettbewerb. Das ist zwar an sich ein berechtigter Einwand oder eine legitime Frage, viele Branchenkenner verweisen aber auf die vielen Exklusivspiele und -studios, auf die Sony selbst zugreift.
Denn ein Richter der US-Handelsbehörde Federal Trade Commission hat entschieden, dass Microsoft einerseits Einsicht in die Kommunikation von Sony mit den Regulierungsbehörden nehmen darf, andererseits von den Japanern Details zu deren Exklusiv-Vereinbarungen mit Spieleherstellern erhalten muss.
Es ist nicht klar, ob und wie diese Informationen Microsoft helfen werden, man kann aber durchaus davon ausgehen, dass die Dokumente wichtige Munition liefern könnten oder werden. Sony hat sich dagegen gewehrt, und zwar mit dem Argument, dass eine Reihe der Forderungen entweder für den Fall irrelevant oder deren Umsetzung zu zeit- und kostenaufwendig gewesen wäre. In einem Punkt kam der Richter Sony aber entgegen, denn die Japaner müssen nicht alle Verträge der letzten elf Jahre herausgeben, sondern "nur" von 2019 bis heute.
Siehe auch:
Sony sieht in einer Übernahme von Activision Blizzard eine Gefahr für den Wettbewerb. Das ist zwar an sich ein berechtigter Einwand oder eine legitime Frage, viele Branchenkenner verweisen aber auf die vielen Exklusivspiele und -studios, auf die Sony selbst zugreift.
Sony muss Kommunikation und Verträge offenlegen
Das weiß man auch bei Microsoft und der Redmonder Konzern hat auf die Herausgabe von internen Sony-Dokumenten in diesem Zusammenhang geklagt, und zwar erfolgreich (via VGC).Denn ein Richter der US-Handelsbehörde Federal Trade Commission hat entschieden, dass Microsoft einerseits Einsicht in die Kommunikation von Sony mit den Regulierungsbehörden nehmen darf, andererseits von den Japanern Details zu deren Exklusiv-Vereinbarungen mit Spieleherstellern erhalten muss.
Es ist nicht klar, ob und wie diese Informationen Microsoft helfen werden, man kann aber durchaus davon ausgehen, dass die Dokumente wichtige Munition liefern könnten oder werden. Sony hat sich dagegen gewehrt, und zwar mit dem Argument, dass eine Reihe der Forderungen entweder für den Fall irrelevant oder deren Umsetzung zu zeit- und kostenaufwendig gewesen wäre. In einem Punkt kam der Richter Sony aber entgegen, denn die Japaner müssen nicht alle Verträge der letzten elf Jahre herausgeben, sondern "nur" von 2019 bis heute.
Zusammenfassung
- Microsoft kämpft seit gut einem Jahr für den Activision-Deal.
- Sony betreibt massives Lobbying, um die Übernahme zu verhindern.
- Microsoft bekommt Gegenwind aus Großbritannien, EU und USA.
- Microsoft klagt auf Herausgabe von Sony-Dokumenten.
- US-Richter entscheidet zugunsten von Microsoft.
- Sony muss Verträge von 2019 bis heute herausgeben.
- Microsoft hofft auf wichtige Munition durch die Dokumente.
Siehe auch:
- Phil Spencer: Xbox gibt es auch dann, wenn Activision-Übernahme platzt
- Activision-Showdown: Sony und Microsoft prallen in Brüssel aufeinander
- "Allerletzter Versuch": Microsoft will Activision-Deal vor EU verteidigen
- Activision Blizzard-Übernahme: Sony soll wieder mit Microsoft sprechen
- UK lehnt Activision-Deal vorerst ab, schlägt Call of Duty-Verkauf vor
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