George R. R. Martin meldet sich, hat keine guten Nachrichten für Fans

Game-of-Thrones-Schöpfer George R.R. Martin meldet sich nach monatelanger Pause mit emotionalen Worten zurück. Der amerikanische Autor kämpft aktuell gegen schwere Depressionen und bremst die Hoffnung auf sein sechstes Buch weiter.
Game of Thrones, Autor, George R. R. Martin, A song of ice a fire
Gage Skidmore/CC BY-SA 4.0

Rückkehr mit emotionalen Worten

Der 77-jährige amerikanische Autor George R.R. Martin hat sich nach fast sechsmonatiger Pause auf seinem persönlichen Blog zurückgemeldet. Der Schöpfer der Fantasy-Reihe A Song of Ice and Fire, die die Grundlage für die Fernsehserie Game of Thrones bildet, beschreibt das aktuelle Jahr als äußerst belastend. Er berichtet von einem anhaltenden Kampf gegen Traurigkeit und Depressionen.

Zudem berichtet der Schriftsteller von verlorenen Freunden in den vergangenen Monaten. Das Älterwerden bereite ihm kaum noch Freude und er befürchtet, das Schlimmste stehe ihm noch bevor. Zuvor hatten seine Assistenten die Betreuung seiner Webseite vollständig übernommen, da er selbst mit der täglichen Arbeit stark in Verzug geraten war. Die lange Abwesenheit hatte bei der Leserschaft bereits Sorgen um seinen Gesundheitszustand ausgelöst.


Warten auf The Winds of Winter

Das sechste Buch der Reihe mit dem Titel The Winds of Winter ist bereits seit der Veröffentlichung des Vorgängers A Dance with Dragons im Jahr 2011 in Arbeit. Ein konkretes Erscheinungsdatum bleibt weiterhin unbekannt, was viele Fans frustriert. Denn viele fürchten, dass dieses aufgrund des hohen Alters Martins nie erscheinen wird - vom geplanten Abschluss A Dream of Spring ganz zu schweigen.

In der Vergangenheit hatte der Schriftsteller das unvollendete Werk gelegentlich als schwere Last bezeichnet. Er wehrte sich dabei mehrfach gegen die harte Kritik ungeduldiger Leser. Dennoch betonte er stets, dass ihm die komplexen Charaktere des Kontinents Westeros weiterhin sehr am Herzen liegen. Zuletzt gab der Autor an, etwa 1100 Manuskriptseiten fertiggestellt zu haben.

Ein Abbruch der Serie käme für ihn einem totalen Scheitern gleich. Martin räumte allerdings ein, dass er sich an manchen Tagen einfach nicht in der richtigen Stimmung befinde, um an dem verschachtelten Roman weiterzuarbeiten. Nebenbei widmet er sich der Entwicklung verschiedener Fernsehprojekte für den amerikanischen Sender HBO. Das belastet seinen engen Zeitplan zusätzlich und führt zu weiteren Verzögerungen beim Schreiben.


Lichtblicke im Serien-Universum

Trotz der persönlichen Rückschläge gibt es auch positive Entwicklungen in seinem beruflichen Umfeld. Die Prequel-Serie A Knight of the Seven Kingdoms, bei der er als ausführender Produzent mitwirkt, erhielt kürzlich neun Nominierungen für den Fernsehpreis Emmy. Darunter befindet sich auch eine Nennung in der Kategorie für die beste Dramaserie des Jahres.

Der Autor hofft nun, an der Preisverleihung Mitte September in Los Angeles persönlich teilnehmen zu können. Er warnte seine treue Leserschaft jedoch rechtzeitig vor, dass zukünftige Blogeinträge aufgrund seiner aktuellen gesundheitlichen Verfassung und seines hohen Alters voraussichtlich deutlich kürzer ausfallen werden.

Wie beurteilt ihr den Druck, der auf Autoren erfolgreicher Reihen lastet? Habt ihr Verständnis für die lange Wartezeit auf das neue Buch? Teilt eure Gedanken dazu in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • George R.R. Martin meldet sich nach sechs Monaten Blog-Pause zurück
  • Der 77-jährige Autor kämpft aktuell mit Trauer und Depressionen
  • Das ersehnte Buch The Winds of Winter hat noch kein Erscheinungsdatum
  • Rund 1100 Manuskriptseiten des neuen Fantasy-Romans sind fertig
  • Nebenbei arbeitet der US-Schriftsteller an TV-Projekten für HBO
  • Seine Prequel-Serie erhielt kürzlich neun Nominierungen für den Emmy

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