Auch 2023 wird bei einigen Google-Produkten der Stecker gezogen
Google hat kein Problem damit, kleine Ideen und große Dienste aufzubauen und diese dann schnell wieder fallen zu lassen. Auch im kommenden Jahr stehen bei Google wieder einige Projekte und Produkte auf der Abschussliste. Wir liefern einen Überblick der Abgänge.
Geht es nach der offiziellen Statistik, hat Google in den rund zwei Jahrzehnten seiner Existenz bei 55 Apps, 21 Hardware-Produkten und 204 Diensten den Stecker gezogen - unter anderem die Seite Killed by Google führt hier genau Protokoll. Der Konzern, oder besser gesagt seine vielen Abteilungen, probieren sich gerne an neuen Ideen - gerne auch parallel und in Konkurrenz zueinander - um diese dann oft wieder einstampfen. Wie jetzt GoogleWatchBlog schreibt, ist zum Start ins Jahr 2023 schon abzusehen, dass die Tradition so weitergeführt wird. Manche Abgänge sind schon bekannt, andere leicht vorauszusehen.
Siehe auch:
Stadia war ein Desaster
Für den wohl spektakulärsten Abgang wird in diesem Jahr natürlich der Spiele-Streaming-Dienst Stadia sorgen. In seinen Ausmaßen und der Komplexität handelt es sich hierbei wohl um einen der größten Fehlversuche, die sich Google je geleistet hat. Nach der Verkündung des Endes im letzten Jahr, kommt der Todestag für Stadia dann am 18. Januar, wenn die Cloudserver endgültig abgeschaltet werden. Der Vertrauensverlust bei Unterstützern und Nutzern wird aber wohl noch länger anhalten.Google Duplex für Web
Duplex ist wohl eines der besten Paradebeispiele für die manchmal sprunghaft wirkenden Software-Entwicklung bei Google. Eigentlich wurde Duplex als Telefon-Assistent vorgestellt, dann aber um Funktionen erweitert, die das Ausfüllen von Webformularen automatisieren. Allerdings gibt es mit Auto Fill und dem Google Assistent zwei Dienste, die genau diesen Bereich schon abdecken. 2023 folgt jetzt der Rückbau von Duplex, die Webfunktionen werden deaktiviert, das Team besinnt sich wieder auf die Anruffunktionen. Hier als Nächstes ein Ende des gesamten Duplex-Projektes vorauszusagen, ist wohl nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt. Die Prognose: der Assistent dürfte die Funktionen wohl irgendwann schlucken.Google Maps Streetview App
Die seperate Streetview-App wurde schon aus dem Play Store entfernt, das endgültige Ende kommt dann im Februar. Google hat es mit der Anwendung Nutzern auch ermöglicht, eigene Streetview-Aufnahmen zu erstellen. Ferner waren viele der Funktionen so aber auch in der Maps-App vertreten. Einen Ersatz für die von Nutzern erstellten Inhalte für Streetview sieht Google nach dem Ende der App nicht vor. Ebenfalls abzusehen: Waze könnte in diesem Jahr vollständig in Google Maps aufgehen.Pixel Smartphones
Das Update-Ende einiger Pixel-Geräte in diesem Jahr kommt dann natürlich wenig überraschend. In diesem Jahr steht die Generation Pixel 4 und Pixel 5 auf der Abschussliste, ab der zweiten Jahreshälfte werden diese nicht mehr mit Android-Updates und Sicherheits-Patches versorgt. Der Support des Pixel 4a endet im August, beim Pixel 5 und Pixel 5 XL im Oktober und beim Pixel 4a 5G im November.Siehe auch:
- Google Maps startet energiesparende Routen-Alternativen für Navigation
- Bundeskartellamt prüft, ob Google Maps seine Machtposition ausnutzt
- Google Maps zeigt Russlands Militärbasen unverpixelt - schon immer?
- Google schaltet Maps-Verkehrsdaten in der Ukraine temporär ab
- Google Maps: Mafioso mit Hilfe von "Kommissar Street View" gefasst
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