Google schaltet Maps-Verkehrsdaten in der Ukraine temporär ab
Google bietet im Rahmen seines Kartendienstes Maps auch ein Feature an, mit dem man den Verkehr trackt. Das ist im Alltag praktisch, um Staus umfahren zu können. Doch im Krieg kann das missbraucht werden, weshalb Google diese Funktion in der Ukraine nun deaktiviert.
Grund dafür ist, dass man die Sicherheit der Flüchtenden schützen will, so zumindest die offizielle Begründung. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wird der Konzern aus dem kalifornischen Mountain View einige Google Maps-Tools temporär abschalten, die Informationen über Verkehrsaufkommen liefern und Auskunft geben, wie belebt manche Plätze sind.
Nach Absprache mit einschlägigen Quellen, darunter ukrainischen Behörden, hat man sich zu diesem Schritt entschlossen, um die flüchtenden Menschen zu schützen. Allerdings hat das Ganze wohl auch eine militärische und nachrichtendienstliche Ebene: Denn wie Motherboard schreibt, konnte man kurz nach Beginn der russischen Invasion "Staus" erleben, die aller Wahrscheinlichkeit nach aber russische Truppenkolonnen waren.
Laut Google wird aktuell nur die globale Ansicht bzw. Bereitstellung dieser Daten abgeschaltet, lokal sollen Autofahrer nach wie vor solche Verkehrsinformationen erhalten. Das ist sicherlich nachvollziehbar, da viele Ukrainer auch per Auto auf der Flucht sind.
Nach Absprache mit einschlägigen Quellen, darunter ukrainischen Behörden, hat man sich zu diesem Schritt entschlossen, um die flüchtenden Menschen zu schützen. Allerdings hat das Ganze wohl auch eine militärische und nachrichtendienstliche Ebene: Denn wie Motherboard schreibt, konnte man kurz nach Beginn der russischen Invasion "Staus" erleben, die aller Wahrscheinlichkeit nach aber russische Truppenkolonnen waren.
Stau als Zeichen der Invasion
Als erstes ist das Jeffrey Lewis, einem Open Source Intelligence (OSINT)-Experten, aufgefallen: Dem Professor am Middlebury Institute ist in der Nähe des russischen Belgorod ein Stau auf Google Maps aufgefallen, und zwar auf der Straße in Richtung der ukrainischen Grenze. Das mag zwar nicht ungewöhnlich klingen, allerdings kam es dazu um 03:15 Uhr in der Nacht - also kurz bevor der russische Angriff offiziell begann bzw. von Präsident Putin bekannt gegeben wurde. Lewis: "Ich glaube, wir waren die ersten, die die Invasion gesehen haben. Und wir haben sie in einer Verkehrs-App gesehen."Laut Google wird aktuell nur die globale Ansicht bzw. Bereitstellung dieser Daten abgeschaltet, lokal sollen Autofahrer nach wie vor solche Verkehrsinformationen erhalten. Das ist sicherlich nachvollziehbar, da viele Ukrainer auch per Auto auf der Flucht sind.
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