Microsoft: Nun klagen auch Gamer gegen Activision-Blizzard-Übernahme

Microsoft wird für eine erfolgreiche Übernahme des Spiele-Konzerns Activision Blizzard nicht nur die Klage der Regulierungsbehörde FTC abwehren müssen. Jetzt zieht auch eine Gruppe von Gamern vor Gericht, um den Kauf zu verhindern.
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Die Klage wurde vor einem US-Bezirksgericht in Kalifornien eingereicht. Die Kläger wenden sich gegen die Übernahme, weil Microsoft durch den Zusammenschluss aus ihrer Sicht zu viel Macht auf sich vereinen wird. Das ermögliche dem Unternehmen, "Konkurrenten auszuschließen, die Produktion zu begrenzen, die Auswahl der Verbraucher einzuschränken, die Preise zu erhöhen und den Wettbewerb weiter zu hemmen", wie es in der Klageschrift laut eines Berichtes von Bloomberg Law heißt.

In der Kartellrechtsklage wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich der Einfluss Microsofts auf die Märkte für Konsolen, PCs, Cloud-basierte und mobile Spiele erstrecken wird. Weiterhin bekämen die Redmonder auch mehr Einfluss im Wettbewerb bei AAA-Spielen und Abonnementdiensten.


Enorme Konzentration

"Microsoft kontrolliert bereits eines der beliebtesten und größten Videospiel-Ökosysteme der Branche", heißt es in der Klage weiter. "Die vorgeschlagene Übernahme würde Microsoft eine konkurrenzlose Position in der Spieleindustrie verschaffen, da das Unternehmen dann über die größte Anzahl von Must-Have-Spielen und kultigen Franchises verfügt."

Die Kläger verweisen darauf, dass Microsoft und Activision bereits einzeln mit über die größten und wirtschaftlich mächtigsten Unternehmungen in der Gaming-Branche verfügen, da sie auch in der Vergangenheit schon ordentlich durch Übernahmen gewachsen sind. Insofern wäre ein Zusammenschluss beider Firmen im Grunde der Höhepunkt einer enormen Konsolidierungswelle, durch die bereits viele eigenständige Spielefirmen verschwunden sind.

Microsoft beharrte in einer Stellungnahme hingegen auf seinem bereits mehrfach geäußerten Standpunkt, dass die Übernahme den Wettbewerb im Gaming-Markt sogar eher erweitern als einschränken werde. Denn es würden mehr Möglichkeiten für Spieler und Spieleentwickler geschaffen, "da wir versuchen, mehr Spiele für mehr Menschen zugänglich zu machen".

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