Ende für Wow & Co: Blizzard fliegt nach Streit erst mal aus China raus
Von World of Warcraft über Overwatch 2 bis zu Hearthstone: Seit Kurzem können Millionen chinesische Spieler nicht mehr auf die Titel von Blizzard zugreifen. Das US-Unternehmen hat sich mit seinem lokalen Partner überworfen, die Trennung war sehr unsanft.
Schaut man sich etwas genauer an, was hier zum Scheitern der Einigung geführt hat, zeichnet sich ein recht kurioses Bild einer scheinbar hitzigen Verhandlung. Ende letzten Jahres sprach NetEase-CEO William Ding schon von "erhebliche Differenzen bei den wichtigsten Bedingungen". Wie PC Gamer schreibt, ließ Simon Zhu, NetEase-Präsident für globale Investitionen und Partnerschaften, in einer Nachricht auf LinkedIn noch viel deutlicher durchblicken, was er von seinen Verhandlungspartnern bei Blizzard hält: Wenn "die ganze Geschichte ans Licht kommt", würden Entwickler und Gamer verstehen, "wie viel Schaden ein Idiot anrichten kann", so Zhu.
Für Blizzard gilt es jetzt schleunigst einen neuen Partner für den Vertrieb seiner Titel zu finden. China hat sich für das Unternehmen rasant zum wichtigen Absatzmarkt entwickelt. In den letzten Jahren konnten man mit dem Umsatz in dem Land die Milliardenmarke überschreiten. Man darf gespannt sein, ob und wann World of Warcraft und Co. in China wieder ihre Pforten öffnen.
Siehe auch:
Blizzard-Spiele in China? Auf absehbare Zeit erst mal nicht mehr
Wer in China Spiele veröffentlichen will, braucht einen chinesischen Partner. Für Blizzard hatte diese Aufgabe seit 14 Jahren das Unternehmen NetEase übernommen. Ende letzten Jahres ging es dann darum, diese Vereinbarung zu erneuern. Im Dezember zeichnete sich dabei ab: Der US-Konzern und der chinesische Publisher würden wohl keine Einigung erzielen können. Blizzard hatte sich um eine Verlängerung bemüht, um Zeit für die Suche nach einem neuen Partner zu haben, NetEase hatte die vorgeschlagenen Konditionen abgelehnt. Und so kommt es mit dem offiziellen Ende der Partnerschaft am 23.01. auch zur vollständigen Abschaltung der Spieldienste für alle Blizzard-Titel in China.Schaut man sich etwas genauer an, was hier zum Scheitern der Einigung geführt hat, zeichnet sich ein recht kurioses Bild einer scheinbar hitzigen Verhandlung. Ende letzten Jahres sprach NetEase-CEO William Ding schon von "erhebliche Differenzen bei den wichtigsten Bedingungen". Wie PC Gamer schreibt, ließ Simon Zhu, NetEase-Präsident für globale Investitionen und Partnerschaften, in einer Nachricht auf LinkedIn noch viel deutlicher durchblicken, was er von seinen Verhandlungspartnern bei Blizzard hält: Wenn "die ganze Geschichte ans Licht kommt", würden Entwickler und Gamer verstehen, "wie viel Schaden ein Idiot anrichten kann", so Zhu.
Der Streit geht weiter
Dass der Konflikt zwischen den Unternehmen weiter schwelt, hatte dann auch die letzte Woche gezeigt. Am Dienstag hatte Blizzard mitgeteilt, dass man erneut an NetEase herangetreten sei, um eine Einigung für eine "sechsmonatige Verlängerung des aktuellen Abkommens" zu erreichen. "Leider hat NetEase nach erneuten Gesprächen letzte Woche unseren Vorschlag für eine Verlängerung nicht akzeptiert", so Blizzard laut CNN. Die ungewöhnliche, scharfe Reaktion von NetEase: Man fühle sich von dem "plötzlichen Statement" des US-Konzerns überrumpelt. Die Vorschläge Blizzards seien "empörend, unangemessen und nicht vereinbar mit betriebswirtschaftlicher Logik".Für Blizzard gilt es jetzt schleunigst einen neuen Partner für den Vertrieb seiner Titel zu finden. China hat sich für das Unternehmen rasant zum wichtigen Absatzmarkt entwickelt. In den letzten Jahren konnten man mit dem Umsatz in dem Land die Milliardenmarke überschreiten. Man darf gespannt sein, ob und wann World of Warcraft und Co. in China wieder ihre Pforten öffnen.
Zusammenfassung
- Blizzard und NetEase trennen sich nach 14-jähriger Partnerschaft; alle Spiele in China abgeschaltet.
- Blizzard sucht nach einem neuen Partner für den Vertrieb seiner Titel in China.
- China ist ein wichtiger Absatzmarkt für Blizzard, Umsatz in Milliardenhöhe.
- NetEase-Präsident kritisiert Blizzards "unerwartetes Statement".
- Blizzard bittet NetEase um 6-monatige Verlängerung, aber keine Einigung.
Siehe auch:
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