Keine Ausreden mehr: Die Chipkrise scheint weitgehend ausgestanden

Endlich gibt es aus der Halbleiter-Branche gute Nachrichten: Die Chipkrise scheint sich aufzulösen. Mehrere große Abnehmer von Halbleiter-Komponenten führten die Lieferprobleme der Chiphersteller zuletzt zumindest nicht mehr als Geschäfts-Hindernis an.
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Die Kollegen bei der Nachrichtenagentur Reuters haben sich diverse, dieser Tage veröffentlichte Geschäftsberichte hinsichtlich der Chip-Frage angeschaut. Und durch verschiedene Branchen hinweg fiel auf, dass der seit einiger Zeit fast schon routinemäßig aufgeführte Hinweis auf die Probleme bei der Versorgung mit Chips inzwischen so nicht mehr zu finden ist.

Beispielhaft geht man dabei auf drei Unternehmen genauer ein: den Automobilkonzern Hyundai, den Hersteller von Industrierobotern ABB und den Haushaltsgeräte-Produzenten Electrolux. Diese haben, ebenso wie ihre Konkurrenten, in mehreren ihrer letzten Quartalsberichte beklagt, dass sie oft nicht einmal die Produktion im nötigen Umfang durchführen können, weil wichtige Bauteile aus der Halbleiter-Industrie nicht einmal zu höheren Preisen zu bekommen sind.


Kaum noch ernste Einschränkungen

Hyundai hat nun aber beispielsweise den höchsten Quartalsgewinn seit acht Jahren ausgewiesen. Fertigungsprobleme sind bei dem Autohersteller kaum noch vorhanden. Während auch hier teilweise die Produktion in einigen Fertigungslinien komplett eingestellt werden musste, sind inzwischen Überstunden und Wochenendarbeit angesagt, mit denen man versucht, die Nachfrage der Kunden zu decken - ausreichend Teile sind offensichtlich vorhanden.

Auch ABB - das Unternehmen gehört mit zu den Indikatoren der industriellen Entwicklung auf dem Weltmarkt - verzeichnet wieder zweistellige Wachstumsraten beim Gewinn. Das Unternehmen baut Industrieroboter, gehört auch zu den großen Zulieferern der Automobilindustrie und benötigt entsprechend große Mengen an diversen Halbleiter-Komponenten. "Es ist gut zu wissen, dass sich die Lage entspannt", kommentierte Vorstandsvorsitzender Bjorn Rosengren die Entwicklung bei den Chips.

Einige Fragezeichen gibt es noch bei Electrolux. Der Produzent sieht sich weiterhin mit Schwierigkeiten bei der Zulieferung von Bauteilen eingeschränkt. Allerdings vermelden auch die Schweden, dass sich die Versorgung mit Chips schrittweise und spürbar verbessere.

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