Auf einmal andersrum: Die Chip-Industrie bekommt Absatzprobleme
Nachdem es lange so aussah, als würde es noch Jahre dauern, bis die Chiphersteller die schnell wachsende Nachfrage wieder befriedigen können, dreht sich der Trend jetzt sehr schnell. Die ersten großen Produzenten wollen ihre Investitionen sogar schon zurückfahren.
Entsprechende Ankündigungen gab es beispielsweise bereits von Samsung Electronics und SK Hynix, die bis vor einigen Monaten noch mit immer neuen Rekord-Investitionen die Lieferschwierigkeiten irgendwie überwinden wollten. Aber auch der weltweit größte Auftragsfertiger TSMC denkt bereits darüber nach, die Fertigungslinien doch nicht so schnell auszubauen, wie es kürzlich noch als unbedingt nötig erschien. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor.
Insbesondere das Zurückrudern von Samsung und Hynix sorgt bei den Branchenbeobachtern für Stirnrunzeln - immerhin gelten die südkoreanischen Chiphersteller als wichtige Indikatoren für die Entwicklung des Welthandels mit Halbleitern, die wenig von sonstigen tagespolitischen Effekten beeinflusst sind. Dass die Prognosen aber längst nicht mehr so rosig sind, wie man noch vor wenigen Monaten annehmen konnte, zeigt sich daran, dass auch Micron, Nvidia und AMD bereits vor einer schwächer werdenden Auftragslage gewarnt haben.
Die Marktforscher Gartners haben ihre Prognosen für den Halbleitermarkt bereits entsprechend stark nach unten korrigiert. Vor drei Monaten rechneten diese für dieses Jahr noch mit einem Umsatzwachstum der Branche um 14 Prozent - nun geht man schon nur noch von 7,4 Prozent aus. Im kommenden Jahr wird die Steigerungsrate nach den derzeitigen Berechnungen bei rund 2,5 Prozent liegen.
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Insbesondere das Zurückrudern von Samsung und Hynix sorgt bei den Branchenbeobachtern für Stirnrunzeln - immerhin gelten die südkoreanischen Chiphersteller als wichtige Indikatoren für die Entwicklung des Welthandels mit Halbleitern, die wenig von sonstigen tagespolitischen Effekten beeinflusst sind. Dass die Prognosen aber längst nicht mehr so rosig sind, wie man noch vor wenigen Monaten annehmen konnte, zeigt sich daran, dass auch Micron, Nvidia und AMD bereits vor einer schwächer werdenden Auftragslage gewarnt haben.
Wachstum schrumpft massiv
Wie so oft in der letzten Zeit ist es dabei nicht mehr ein einzelner Effekt, der für dunkle Wolken sorgt. So spielen weiterhin die Auswirkungen der Corona-Pandemie eine Rolle, aber eben auch die Destabilisierung des Weltmarktes durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und auch die Inflation in den westlichen Industriestaaten, die die Kaufkraft bei Verbrauchern und Firmen sinken lässt.Die Marktforscher Gartners haben ihre Prognosen für den Halbleitermarkt bereits entsprechend stark nach unten korrigiert. Vor drei Monaten rechneten diese für dieses Jahr noch mit einem Umsatzwachstum der Branche um 14 Prozent - nun geht man schon nur noch von 7,4 Prozent aus. Im kommenden Jahr wird die Steigerungsrate nach den derzeitigen Berechnungen bei rund 2,5 Prozent liegen.
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