Chipkrise: Für die Auto-Konzerne ändert sich in diesem Jahr wenig
Die Automobil-Industrie wird auch in den kommenden Monaten mit anhaltenden Engpässen bei der Zulieferung von Halbleiter-Bauteilen rechnen müssen. Schrumpfkuren in anderen Sektoren tragen nicht dazu bei, die Lage deutlich zu entspannen.
Wie das Branchenblatt DigiTimes berichtet, waren zuweilen Hoffnungen aufgekeimt, dass die jüngsten Entwicklungen im Bereich der Unterhaltungselektronik für Milderung sorgen werden. Denn hier hatten verschiedene Hersteller zuletzt ihren Bedarf teils deutlich reduziert - teils, weil der Absatz sich nicht so entwickelte wie erwartet, aber auch weil einige Produktdesigns noch optimiert werden konnten, so dass weniger Chips benötigt wurden.
Allerdings hilft das den Autoherstellern nur bedingt. Denn es ist kaum möglich, die gleichen Komponenten statt in einen Fernseher einfach in ein Auto einzubauen - selbst wenn die Schaltkreise letztlich die gleichen Funktionen bieten. Denn die Komponenten werden trotzdem in unterschiedlichen Qualitätsstufen produziert. Denn in der Unterhaltungselektronik sind sie faktisch keinen Stressfaktoren aus der Umgebung ausgesetzt, was in einem Auto durchaus der Fall ist - hier müssen insbesondere die Packages mit Frost, Hitze und Erschütterungen klarkommen.
Allerdings sind Fertigungsanlagen in den großen Chipwerken nicht einfach schnell umzubauen, um ganz andere Produkte herzustellen, die dann kurzfristig beim Kunden ankommen. Es kann hier durchaus Monate dauern, bis die geänderten Kontingente beim Ausstoß der Fertigungslinien zum Tragen kommen. Dies gilt zumindest für die Bestellmengen, wie sie von der großen Automobil-Industrie abgegeben werden.
Siehe auch: Chipkrise: Mercedes-Benz schickt 5600 Beschäftigte in den Urlaub
Allerdings hilft das den Autoherstellern nur bedingt. Denn es ist kaum möglich, die gleichen Komponenten statt in einen Fernseher einfach in ein Auto einzubauen - selbst wenn die Schaltkreise letztlich die gleichen Funktionen bieten. Denn die Komponenten werden trotzdem in unterschiedlichen Qualitätsstufen produziert. Denn in der Unterhaltungselektronik sind sie faktisch keinen Stressfaktoren aus der Umgebung ausgesetzt, was in einem Auto durchaus der Fall ist - hier müssen insbesondere die Packages mit Frost, Hitze und Erschütterungen klarkommen.
Umstellung dauert
Wohl aber lässt sich hoffen, dass die Chiphersteller eher einen Teil der nun freiwerdenden Fertigungskapazität wieder für die Autohersteller vorsehen. Das ist in umgekehrter Richtung immerhin auch schon passiert, was letztlich einen Teil der Krise auslöste. Die Autokonzerne rechneten mit deutlich heftigeren und längeren Auswirkungen der Corona-Pandemie und gaben Bestellungen ab, die auf konservativen Prognosen beruhten.Allerdings sind Fertigungsanlagen in den großen Chipwerken nicht einfach schnell umzubauen, um ganz andere Produkte herzustellen, die dann kurzfristig beim Kunden ankommen. Es kann hier durchaus Monate dauern, bis die geänderten Kontingente beim Ausstoß der Fertigungslinien zum Tragen kommen. Dies gilt zumindest für die Bestellmengen, wie sie von der großen Automobil-Industrie abgegeben werden.
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