Chipkrise: Mercedes-Benz schickt 5600 Beschäftigte in den Urlaub
Wer hoffte, dass die Chipkrise sich inzwischen spürbar auflösen sollte, muss sich derzeit eines Besseren belehren lassen. Die Situation ist weiterhin angespannt und der Autohersteller Mercedes-Benz schickt 5600 Beschäftigte in Betriebsferien.
Betroffen hiervon sind jetzt zwei Niederlassungen des süddeutschen Konzerns in Brasilien. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das Unternehmen berichtete, würde die Produktion im Werk in Sao Bernardo do Campo vom 18. April bis zum 3. Mai ruhen. In dieser Zeit sind die dortigen 5000 Mitarbeiter beurlaubt. Gleiches gilt für die kleinere Niederlassung in Juiz de Fora, wo 600 Mitarbeiter tätig sind.
Es ist nicht das erste Mal, dass Mercedes-Benz seine Produktion in Brasilien anhalten muss. Wie von der dortigen Gewerkschaft zu erfahren war, hatte der Konzern die Beschäftigten in Sao Bernardo do Campo auch schon im März für einige Tage nach Hause geschickt. Dem Vernehmen nach mussten die Angestellten hier ihren bezahlten Tarifurlaub nehmen.
Im Grunde ist derzeit nicht absehbar, wann sich die Lage auf dem Halbleitermarkt wieder entspannen wird. Denn die Chiphersteller konnten den Bedarf in der letzten Zeit zwar wieder etwas besser bedienen, doch dürfte der Krieg in der Ukraine nun zum nächsten Problem werden. Denn das Land ist der größte Anbieter von Neon-Gas, das für die Laser in den Lithographie-Maschinen benötigt wird. Durch den Angriff Russlands wird erst einmal über die Hälfte der Weltmarktproduktion wegbrechen, was sich über längere Zeit bemerkbar machen dürfte.
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Es ist nicht das erste Mal, dass Mercedes-Benz seine Produktion in Brasilien anhalten muss. Wie von der dortigen Gewerkschaft zu erfahren war, hatte der Konzern die Beschäftigten in Sao Bernardo do Campo auch schon im März für einige Tage nach Hause geschickt. Dem Vernehmen nach mussten die Angestellten hier ihren bezahlten Tarifurlaub nehmen.
Neue Probleme im Anmarsch
In Brasilien baut Mercedes-Benz unter anderem LKW und Busse. Hier sind längst nicht alle Fertigungsbereiche direkt auf Lieferungen der Chipindustrie angewiesen. Allerdings bilden diese trotzdem ein Nadelöhr - denn Truck-Kabinen oder Bus-Fahrgestelle werden letztlich auch nicht benötigt, wenn die Fahrzeuge ohne die benötigte Elektronik ohnehin nicht zu Ende gebaut werden können.Im Grunde ist derzeit nicht absehbar, wann sich die Lage auf dem Halbleitermarkt wieder entspannen wird. Denn die Chiphersteller konnten den Bedarf in der letzten Zeit zwar wieder etwas besser bedienen, doch dürfte der Krieg in der Ukraine nun zum nächsten Problem werden. Denn das Land ist der größte Anbieter von Neon-Gas, das für die Laser in den Lithographie-Maschinen benötigt wird. Durch den Angriff Russlands wird erst einmal über die Hälfte der Weltmarktproduktion wegbrechen, was sich über längere Zeit bemerkbar machen dürfte.
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