Total Commander: Google erzwingt Entfernung von APK-Installationen
Inzwischen dürften Generationen von Nutzern den altehrwürdigen Total Commander kennen und schätzen, was auch der Android-Version der App einige Aufmerksamkeit brachte. Diese muss auf Druck Googles nun aber um wichtige Funktionen beschnitten werden.
Wie der Entwickler des Tools, Christian Ghisler, mitteilte, gab es inzwischen zwei Verwarnungen seitens Google. Demnach würde seine App gegen die Play Store-Richtlinien verstoßen. Hätte er nichts getan, wäre das Programm nach einer Frist von sieben Tagen von Googles Download-Plattform entfernt worden, womit sie für die meisten Nutzer schlicht nicht mehr existent wäre.
Laut dem Schreiben Googles ging es um eine Vertragsklausel, die es Apps verbietet, sich über eine andere Quelle als den Play Store zu aktualisieren. Darüber hinaus wird untersagt, dass eine Software Apps aus Drittquellen herunterladen und installieren kann. Ghisler deaktivierte daraufhin erst einmal die Funktion, mit der der Total Commander sich selbst durch einen APK-Download aktualisieren konnte. Kurz danach kam aber eine zweite Warnung gleichen Wortlauts bei dem Entwickler an.
Der Total Commander unter Android
"Daher muss ich leider alle APK-Installationsfunktionen aus der Play Store-Version entfernen. Ich werde stattdessen eine separat herunterladbare Version veröffentlichen, die die Installation von APK-Dateien ermöglicht. Es tut mir sehr leid für die Unannehmlichkeiten", erklärte Ghisler den Nutzern seiner Software.
Der Total Commander kam ursprünglich unter dem Namen Windows Commander im Jahr 1993 auf den Markt. Damals war unter MS-DOS der Norton Commander quasi der alles beherrschende Dateimanager. Dessen Hersteller versagte bei der Umsetzung einer Windows-Version allerdings recht kläglich, so dass die Alternative des Einzelentwicklers dankend von den Usern angenommen wurde und die kommerzielle Anwendung Nortons schnell verdrängte.
Download Total Commander - Windows-Version Siehe auch:
Laut dem Schreiben Googles ging es um eine Vertragsklausel, die es Apps verbietet, sich über eine andere Quelle als den Play Store zu aktualisieren. Darüber hinaus wird untersagt, dass eine Software Apps aus Drittquellen herunterladen und installieren kann. Ghisler deaktivierte daraufhin erst einmal die Funktion, mit der der Total Commander sich selbst durch einen APK-Download aktualisieren konnte. Kurz danach kam aber eine zweite Warnung gleichen Wortlauts bei dem Entwickler an.
Der Total Commander unter Android
"Daher muss ich leider alle APK-Installationsfunktionen aus der Play Store-Version entfernen. Ich werde stattdessen eine separat herunterladbare Version veröffentlichen, die die Installation von APK-Dateien ermöglicht. Es tut mir sehr leid für die Unannehmlichkeiten", erklärte Ghisler den Nutzern seiner Software.
Klärung nicht möglich
Wie er weiter ausführte, habe er versucht, die Angelegenheit persönlich mit jemandem bei Google zu klären. Immerhin ermöglichen ja sogar der hauseigene Browser Chrome als auch verschiedene alternative Dateimanager die Installation von APKs. Es erwies sich jedoch als nicht möglich, einen persönlichen Kontakt zu dem Unternehmen herzustellen. Stattdessen sei immer nur mit dem gleichen automatisierten Textbaustein geantwortet worden. Ghisler befürchtet nun, dass er aufgrund der Feature-Streichung eine Menge 1-Stern-Bewertungen kassieren wird. Das könnte ihn letztlich dazu zwingen, die App ganz aus dem Play Store zu nehmen.Der Total Commander kam ursprünglich unter dem Namen Windows Commander im Jahr 1993 auf den Markt. Damals war unter MS-DOS der Norton Commander quasi der alles beherrschende Dateimanager. Dessen Hersteller versagte bei der Umsetzung einer Windows-Version allerdings recht kläglich, so dass die Alternative des Einzelentwicklers dankend von den Usern angenommen wurde und die kommerzielle Anwendung Nortons schnell verdrängte.
Download Total Commander - Windows-Version Siehe auch:
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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Christian Kahle
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