So sieht Deutschland Fernsehen:
Sat-Empfang führt, DVB-T2 stirbt

Wie landet das Fernsehprogramm bei den Deutschen? Der Ver­brei­tungs­weg IPTV würfelt die Verteilung etwas durch­ei­nan­der, DVB-T2 kann man dagegen nur einen schlei­chen­den Tod at­tes­tie­ren. An der Spit­ze hal­ten sich zwei alt­be­währ­te Techniken.
Tv, Fernsehen, Fernseher, Entertainment
n.a.

Satellit und Kabel dominieren klar

Das Programm der linearen Fernsehsender landet in den meisten Fällen immer noch recht traditionell auf den deutschen Bildschirmen. Wie Astra in seinem aktuellen TV-Monitor, einem jährlichen Bericht zu Verbreitungswegen für TV-Inhalte, schreibt, reicht der Empfang per Satellit in 17 Millionen TV-Haushalten für den Spitzen-Marktanteil von 45,7 Prozent. Damit hat man einen recht komfortablen Vorsprung vor Platz zwei. Auf dem landet der Kabelempfang mit 15,58 Millionen Haushalten und einem Marktanteil von 41,9 Prozent. ASTRA TV-Monitor 2021Sat dominiert beim TV-Empfang Erst danach dürfen sich die neueren Verbreitungswege im einstelligen Bereich einsortieren. IPTV, also der Empfang über das Internet, kann sich im letzten Jahr einen Marktanteil von 8,9 Prozent sichern und erreicht damit 3,31 Millionen Haushalte. Als Schlusslicht darf sich die terrestrische Verbreitung per DVB- T2 aufstellen, die mit 3,6 Prozent Marktanteil noch in 1,33 Millionen Fernseh-Haushalten zum Einsatz kommt.

Für den gesamten Markt stellt Astra fest, dass sich die Zahl der TV-Haushalte in Deutschland bei 37,22 Mio. ohne große Bewegungen einzupendeln scheint. Dabei wird pro erfasstem Haushalt aber nur ein Erstempfangsweg berücksichtigt, der wiederum anhand des "Hauptempfangsgeräts" des Haushalts definiert wird.

Nur IPTV kann dazugewinnen

Interessant ist der Blick auf die einzelnen Marktsegmente vor allem im Jahresvergleich: Die größten Bewegungen gibt es in den kleinsten Gruppen. Klarer Verlierer ist hier DVB-T2, das von 4,1 auf 3,6 Prozentpunkte schrumpft. Dem gegenüber steht IPTV, das als einziges Segment zulegen kann, von 8,6 auf 8,9 Prozent. Beim Anteil der Kabelfernseh-Anschlüsse gab es am wenigsten Bewegung, der lag im Vorjahr lediglich 0,1 Prozentpunkt höher. Zu guter Letzt, Satellit: Hier bewegt man sich von 45,7 auf nun 45,4 Prozent.

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