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Nächste große Gaming-Übernahme:
Jetzt steht Ubisoft auf dem Zettel

Nach dem Activison Blizzard/Microsoft-Deal - immer noch in der Schwebe - warten viele auf die nächste große Übernahme im Gaming-Markt. Die könnte sich jetzt ankündigen: rund um den französischen Publisher und Entwickler rumoren die ent­spre­chen­den Berichte immer kräftiger.
Logo, Ubisoft, Publisher
Ubisoft

Ubisoft-Chef wollte es lange nicht zulassen - jetzt ist er an Bord

Die Berichte zur Zukunft Ubisofts unter der Führung neuer Besitzer gibt es schon länger, in letzter Zeit auch wieder angeheizt durch den potenziellen Mega-Deal zwischen Activision Blizzard und Microsoft. Zwar hatte sich der Ubisoft-CEO Yves Guillemot, mit 15 Prozent Anteilen auch größter Aktionär des Unternehmens, immer wieder lautstark gegen Übernahme-Ideen gestemmt, im Februar dieses Jahres aber wohl nach anhaltendem Druck zumindest die Möglichkeit eingestanden: "Wenn es ein Kaufangebot für uns gäbe, würde der Verwaltungsrat es natürlich im Interesse aller Beteiligten prüfen", so Guillemot damals.


Auf diesen Sinneswandel folgten in den letzten Wochen wohl intern entsprechende Vorbereitungen. Wie Kotaku auf Basis von Gesprächen mit "führenden aktuellen und ehemaligen Ubisoft-Entwicklern" berichtet, habe das Unternehmen eng mit externen Beratungsfirmen zusammengearbeitet, um diverse Bereiche des Unternehmens einer Prüfung zu unterziehen. Ubisoft versuche "seine Bücher für einen möglichen Verkauf aufzuräumen".

Übernahmeinteresse wächst

Unabhängig von dieser Entwicklung berichtet Bloomberg aktuell von der anderen Seite dieses Spiels: Blackstone und KKR & Co., die größten Private-Equity-Unternehmen der Welt, hätten Ubisoft in den vergangenen Monaten und Wochen genauer durchleuchtet, daraus sei ein "vorläufiges Übernahmeinteresse" erwachsen. Ernste Gespräche seien hier aber noch mit keinen Interessenten gestartet. Hier kommen wieder die Quellen von Kotaku ins Bild: der anhaltend "schwächelnde Aktienkurs" und "Probleme bei der Produktion" mache es immer wahrscheinlicher, dass Ubisoft "letztendlich an jemanden verkauft".

Der theoretische Blick auf die Situation: Nach dem Höchststand der Aktie am 20. Juli 2018 von 103,45 Euro erreichte der Kurs mit 37,25 Euro am 14. April den niedrigsten Stand seit Jahren. Damit wächst natürlich auch der Druck auf die Führung, hier wieder eine Trendwende zu schaffen. Potenzielle Käufer könnten aktuell dagegen so günstig wie schon lange nicht mehr an große Anteile kommen. Die nächsten Monate werden für das Unternehmen auf jeden Fall sehr spannend.

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