Ubisoft-Chef muss seinen Widerstand gegen Übernahmen aufgeben

In der Gaming-Branche ist eine bisher nicht gekannte Konsolidierungs-Welle losgebrochen. Da steht das Ubisoft-Management mit seinem bisherigen Kurs plötzlich allein da - und scheint langsam ebenfalls für eine Übernahme offen zu sein.
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Firmenchef Yves Guillemot hatte sich in der Vergangenheit immer wieder kampfbereit gegeben und wollte mögliche Angebote von Käufern unbedingt abwehren. Durchaus regelmäßig versuchten Schwergewichte der Branche, zum Zug zu kommen. 2004 etwa Electronic Arts, die bereits eine Beteiligung auf dem Aktienmarkt zusammengekauft hatten. Gegen den Widerstand aus dem Ubisoft-Management schaffte man es bis 2010 dann nur, die Anteile auf knapp 20 Prozent zu steigern - dann gab man auf und stieß die Aktien wieder ab. Und auch als Vivendi 2015 die Fühler ausstreckte, zog Guillemot sofort die Mauern hoch.

Allerdings wächst seitens der Anleger der Druck, die Fundamental-Opposition gegen Übernahmeangebote zu beenden. Und Guillemot lässt sich tatsächlich erweichen. In einer Telefonkonferenz mit Investoren erklärte er, dass der Vorstand ein Kaufangebot natürlich im Interesse der Anleger überprüfen würde.

In der letzten Zeit gab es in der Gaming-Branche zahlreiche große und kleine Übernahmen. Das hat durchaus Gründe. Zum einen ist angesichts der immer weiter steigenden Produktionskosten eine Konsolidierung nötig, um den einzelnen Anbietern mehr Wirtschaftskraft zu geben, mit der in ein neues Spiel investiert werden kann.

Entsprechend schwierig dürfte es für Ubisoft werden, im Alleingang zu arbeiten, während beispielsweise ein Konkurrent wie Activision Blizzard die Wirtschaftskraft eines Konzerns wie Microsoft in der Hinterhand hat. Als Teil eines großen Tankers hätte man sicherlich auch mehr Ruhe, sich auf die Bewältigung der verschiedenen internen Probleme zu konzentrieren, die die Arbeit bei dem Unternehmen zuletzt beeinträchtigten.

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