Anbieter kooperiert nicht:
Provider-Netzsperre gegen xHamster startet
Schon seit Ende vergangenen Jahres stand die Drohung im Raum, dass deutsche Behörden bestimmte Porno-Webseiten sperren dürfen, wenn die Anbieter nicht schnell in Sachen Jugendschutz nachlegen. Nun ist die erste Sperranordnung verschickt worden.
Das meldet das Online-Medien-Magazin Turi2. Die fünf größten deutschen Internet-Anbieter Telekom Deutschland, Vodafone 1&1 Telecom, Telefónica Germany und Tele Columbus müssen DNS-Sperren einrichten, um die Webseite xHamster unzugänglich zu machen. Die Kommission für Jugendmedienschutz, kurz KJM, hat die Sperre einstimmig beschlossen. Im Vorfeld hatte man seit Monaten versucht, mit den Anbietern von Internet-Pornografie eine Übereinkunft zu treffen, um durch eine Altersverifikation Kinder und Jugendliche von den Angeboten auszuschließen. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hatte diese Maßgabe für den Jugendschutz Anfang Dezember offiziell bestätigt und damit den Weg für Sperrungen frei gemacht.
Infografik Online-Pornos: Was Deutschland und die Welt scharf macht
Dr. Marc Jan Eumann, Vorsitzender der KJM, erklärte zu der ersten Sperranordnung dieser Art: "Pornos sind kein Kinderprogramm. Unser gesetzlicher Auftrag ist es, Kinder und Jugendliche vor Inhalten zu schützen, die nicht ihrem Entwicklungsstand entsprechen. Pornografie stellt eine erhebliche Gefahr für ihre seelische und sexuelle Entwicklung dar. Ein Porno-Angebot für Erwachsene ist so lange kein Problem, wie technische Schutzvorkehrungen die gesetzlichen Standards zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sicherstellen. Da xHamster das nicht tut, greifen wir als letztes Mittel auf Sperrverfügungen zurück. Wir schützen Kinder, nicht das Geschäftsmodell der Pornoindustrie."
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Erste Sperr-Bescheide versendet
Als ersten Anbieter trifft es jetzt xHamster. Die Seite darf in Zukunft nicht mehr für Abrufe aus Deutschland zugänglich sein. Die Landesmedienanstalten haben entsprechende Bescheide an die Provider zugestellt, die im Übrigen gegen diese Bescheide Rechtsmittel einlegen können. Ob das passieren wird, ist noch nicht bekannt.Dr. Marc Jan Eumann, Vorsitzender der KJM, erklärte zu der ersten Sperranordnung dieser Art: "Pornos sind kein Kinderprogramm. Unser gesetzlicher Auftrag ist es, Kinder und Jugendliche vor Inhalten zu schützen, die nicht ihrem Entwicklungsstand entsprechen. Pornografie stellt eine erhebliche Gefahr für ihre seelische und sexuelle Entwicklung dar. Ein Porno-Angebot für Erwachsene ist so lange kein Problem, wie technische Schutzvorkehrungen die gesetzlichen Standards zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sicherstellen. Da xHamster das nicht tut, greifen wir als letztes Mittel auf Sperrverfügungen zurück. Wir schützen Kinder, nicht das Geschäftsmodell der Pornoindustrie."
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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