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Anbieter kooperiert nicht:
xHamster droht als Erstes die Netzsperre
Anfang Dezember machte die Meldung die Runde, dass das Verwaltungsgericht Düsseldorf bestätigt hat, dass deutsche Behörden bestimmte Porno-Webseiten sperren dürfen. Dabei geht es um den Jugendschutz. Nun wurde bekannt: Einer der bekanntesten Anbieter kooperiert nicht - jetzt droht die Sperre.
Das berichtet die Süddeutsche (via Caschy). Doch erst einmal von vorn: Es geht um den Streit, inwiefern Anbieter Internet-Pornografie, egal wo sie ihren Firmensitz haben, sich an die deutschen Regelungen zum Jugendschutz halten müssen. Gefordert wird eine Altersprüfung, um sicherzustellen, dass die Webseiten nicht von Kindern und Jugendlichen genutzt werden. Für die deutschen Behörden ist klar - Porno-Seiten müssen eine Altersverifikation durchführen, und auch das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat das Anfang Dezember offiziell bestätigt. Nun geht es darum, ob sich die Anbieter fügen, oder weigern werden, Nutzer mithilfe eines amtlichen Ausweises zu überprüfen und so im Grunde deren Anonymität, was ein wichtiger Teil des Geschäfts von Internet-Pornografie ist, nicht länger zu wahren.
Infografik Online-Pornos: Was Deutschland und die Welt scharf macht
Daher sei man inzwischen an die Netzbetreiber herangetreten, erläuterte der Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, Tobias Schmid, auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. "Wir haben sie über den Umstand informiert, dass es illegale Inhalte in ihren Netzen gibt, die zu sperren sind und hören sie dazu derzeit an. Dann entscheiden wir." Von der Telekom und von Vodafone hat die Süddeutsche bereits eine Stellungnahme erhalten. Da heißt es: "Wir setzen Zugangssperren nur dann technisch um, wenn diese rechtskräftig angeordnet werden", erklärte der Telekom-Sprecher. Auch Vodafone bestätigte: "Wir arbeiten gerade an der rechtlichen Bewertung."
Auch xHamster hat sich auf Anfrage der dpa gemeldet und noch einmal bestätigt, was die Betreiber seit Langem erklären: Netzsperren seien weit von einer optimalen Lösung entfernt. Jugendliche Nutzer würden sich Ausweichmöglichkeiten suchen, meist kleine Nischen-Websites, bei denen sie vermutlich extremeren Inhalten ausgesetzt seien. Als Konsequenz müsste eine Altersverifikation "Branchenweit" verpflichtend umgesetzt werden, doch das ist im Web sehr unrealistisch.
Siehe auch:
Aufforderung nicht nachgekommen
Der Seite xHamster könnte nun als Erstes die Sperre drohen. Wie die Süddeutsche schreibt, verweigern die Betreiber bisher jegliche Kommunikation mit der Aufsichtsbehörde. Die bereits geforderte Maßnahme, also eine Altersverifikation, sei noch nicht umgesetzt.Daher sei man inzwischen an die Netzbetreiber herangetreten, erläuterte der Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, Tobias Schmid, auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. "Wir haben sie über den Umstand informiert, dass es illegale Inhalte in ihren Netzen gibt, die zu sperren sind und hören sie dazu derzeit an. Dann entscheiden wir." Von der Telekom und von Vodafone hat die Süddeutsche bereits eine Stellungnahme erhalten. Da heißt es: "Wir setzen Zugangssperren nur dann technisch um, wenn diese rechtskräftig angeordnet werden", erklärte der Telekom-Sprecher. Auch Vodafone bestätigte: "Wir arbeiten gerade an der rechtlichen Bewertung."
Auch xHamster hat sich auf Anfrage der dpa gemeldet und noch einmal bestätigt, was die Betreiber seit Langem erklären: Netzsperren seien weit von einer optimalen Lösung entfernt. Jugendliche Nutzer würden sich Ausweichmöglichkeiten suchen, meist kleine Nischen-Websites, bei denen sie vermutlich extremeren Inhalten ausgesetzt seien. Als Konsequenz müsste eine Altersverifikation "Branchenweit" verpflichtend umgesetzt werden, doch das ist im Web sehr unrealistisch.
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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