Verhaftet: Mann entpixelte Japan-Pornos mit Deep-Fake-Technologie
In Japan ist ein Mann verhaftet worden, weil er moderne KI-Verfahren zur Bildmanipulation zu Zwecken einsetzte, die in dem Land als geradezu obszön angesehen werden und per Gesetz untersagt sind: Die unverpixelte Darstellung von Geschlechtsteilen.
Die meisten Internet-Nutzer dürften es kennen: Pornografische Darstellungen aus Japan sind an den entscheidenden Stellen stets verpixelt, so dass sich keine Details erkennen lassen. Damit wollen sich allerdings viele User in Japan nicht unbedingt zufrieden geben. Auf diesen Wunsch reagierte der Beschuldigte, indem er den Einsatz von Deep Fake-Systemen auf genau dieses Problem ansetzte, wie das US-Magazin Vice berichtet.
Für gewöhnlich wird diese Technologie aus dem KI-Bereich eingesetzt, um beispielsweise andere Gesichter auf eine Person in einem Video zu legen. Damit können inzwischen täuschend echte Fälschungen von Politiker-Reden und anderem angefertigt werden. Auch im Pornografie-Bereich kam die Technik bereits zum Einsatz, um vermeintlich prominente Persönlichkeiten in den Schmuddel-Clips auftreten zu lassen.
Laut den Ermittlungsunterlagen habe er bisher rund 96.000 Dollar mit rund 10.000 Videos verdient, die mit seinem Verfahren entpixelt wurden. Die Anklageschrift, aufgrund der nun die Verhaftung erfolgte, beschränkt sch allerdings nur auf zehn einzelne Fotos, so dass es wohl erst einmal darum gehen dürfte, einen Präzedenzfall zu schaffen. Denn japanische Juristen sehen es keineswegs als eindeutig rechtswidrig an, was der Beschuldigte hier tat. Er veröffentlichte ja nicht einfach unzensierte Aufnahmen - wie es das Gesetz verbietet - sondern eben weitergehende Manipulationen an den bereits verpixelten Originalen. Die Gerichte werden sich also mit spitzfindigen Details auseinanderzusetzen haben.
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Für gewöhnlich wird diese Technologie aus dem KI-Bereich eingesetzt, um beispielsweise andere Gesichter auf eine Person in einem Video zu legen. Damit können inzwischen täuschend echte Fälschungen von Politiker-Reden und anderem angefertigt werden. Auch im Pornografie-Bereich kam die Technik bereits zum Einsatz, um vermeintlich prominente Persönlichkeiten in den Schmuddel-Clips auftreten zu lassen.
Juristische Spitzfindigkeiten
Der Japaner wandelte die Deep-Fake-Technologie allerdings dahingehend ab, dass die KI die Verpixelung beseitigte. Dabei kommen dann weitergehende, aber im Prinzip ähnliche Deep Learning-Mechanismen zum Einsatz. Der Mann erklärte, dass er die Technik nicht aus Eigeninteresse entwickelt hätte, sondern damit schlicht eine Dienstleistung für die zahlreichen Interessenten am Markt entwickelte.Laut den Ermittlungsunterlagen habe er bisher rund 96.000 Dollar mit rund 10.000 Videos verdient, die mit seinem Verfahren entpixelt wurden. Die Anklageschrift, aufgrund der nun die Verhaftung erfolgte, beschränkt sch allerdings nur auf zehn einzelne Fotos, so dass es wohl erst einmal darum gehen dürfte, einen Präzedenzfall zu schaffen. Denn japanische Juristen sehen es keineswegs als eindeutig rechtswidrig an, was der Beschuldigte hier tat. Er veröffentlichte ja nicht einfach unzensierte Aufnahmen - wie es das Gesetz verbietet - sondern eben weitergehende Manipulationen an den bereits verpixelten Originalen. Die Gerichte werden sich also mit spitzfindigen Details auseinanderzusetzen haben.
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