Telegram sperrt Kanäle des rechtsextremen Hetzers Attila Hildmann

Der in den Rechtsextremismus abgedriftete vegane Koch Attila Hildmann konnte lange Zeit ungestört auf Telegram hetzen, doch nun wurde es sogar dem Messenger, der gerne beide Augen zudrückt, zu bunt. Denn nun wurden sieben Kanäle des Coronaleugners und Antisemiten gesperrt. Endlich: So werden wohl viele Politiker, Extremismus-Experten und auch ganz normale Internet-Nutzer auf die Meldung reagieren bzw. kommentieren. Denn Telegram hat heute mehrere Kanäle von Attila Hildmann gesperrt. Wer eine seiner Vertretungen auf dem von Dubai aus operierenden Messenger besucht, der bekommt dort einen Hinweis zu sehen: "Dieser Kanal kann nicht angezeigt werden, weil er gegen lokale Gesetze verstößt."

Wie der Spiegel berichtet, sind von dieser Sperrung sieben Kanäle betroffen, allerdings sind diese nicht allesamt gleichermaßen reichweitenstark bzw. sind diese schon zuvor in einen privaten Modus geschaltet worden. Es ist auch nicht das erste Mal, dass Telegram Hildmann-Kanäle sperrt: Bereits Mitte 2021 wurde der Zugang eingeschränkt, damals betraf diese Sperre allerdings nur die mobilen Versionen von Telegram, über den Desktop-Client konnte man die Kanäle nach wie vor erreichen.

Vermutlich folgenlose Sperre

Allerdings handelt es sich bei dieser Sperre offenbar nur um eine lokale Maßnahme, denn die Telegram-seitige Blockade gilt nur für Leute aus Deutschland. Wirklich konsequent ist Telegram auch nicht, denn auf dem von den russischen Brüdern Nikolai und Pavel Durov gegründeten Messenger-Dienst sind nach wie vor zahlreiche umstrittene Kanäle abrufbar, die Hildmann bzw. der rechten Coronaleugner-Szene zuzuordnen sind.

Das Center für Monitoring, Analyse und Strategie (CeMAS) bezeichnet diese Sperre wie so viele zuvor als "willkürlich" und damit auch halbherzig: "Hunderte andere Kanäle wurden nicht gelöscht", bei gelöschten oder gesperrten entstehen zudem stets schnell Ersatzkanäle. Das Fazit des CeMAS: "Weiterhin findet man täglich Mordaufrufe und Gewaltfantasien auf Telegram. Vermutlich wird sich das auch so schnell nicht ändern: Weiterhin bleiben Löschungen willkürlich."
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