5G: Deutsche Netze im internationalen Vergleich weit abgeschlagen
Seit Monaten überschlagen sich die Erfolgsmeldungen der Mobilfunker in Sachen 5G-Netzausbau. Unabhängige Untersuchungen im internationalen Vergleich zeigen allerdings, dass Deutschland erneut ziemlich schlecht aufgestellt ist.
5G dürften die meisten Mobilfunknutzer erst einmal mit noch höheren Datenraten in Verbindung bringen. Tatsächlich werden hier meist wirklich höhere Geschwindigkeiten als in den 4G-Netzen erreicht, was in der Praxis allerdings nur bedingt nennenswerte Auswirkungen hat. Denn insbesondere auf Smartphones gibt es eigentlich so gut wie keine Anwendungen, die die höchsten Bandbreiten nutzen würden. Anders sieht es hingegen aus, wenn der 5G-Mobilfunk als generelle Netzanbindung eingesetzt wird.
Klar ist allerdings, dass die deutschen Netzbetreiber nicht zur internationalen Spitzengruppe gehören. Länder wie Südkorea, Norwegen, die arabischen Staaten und Südafrika sind weit besser aufgestellt. Deutschland schafft es bei den mittleren Bandbreiten weder beim Up- noch beim Download in die Top10 der Welt. Das geht aus Daten des Marktforschungsunternehmens Ookla hervor, das sich auf reale Messungen mit Apps auf Mobiltelefonen stützt.
Auch bei den Leistungen im urbanen Raum hinkt Deutschland hinterher. Hauptstädte wie Seoul und Oslo kommen beispielsweise auf reale Bandbreiten von über 500 Megabit pro Sekunde. Berlin kommt mit 156,5 Megabit pro Sekunde gerade einmal auf Platz 33, die meisten anderen europäischen Hauptstädte erreichen wesentlich bessere Werte.
Generell zeigt sich bei den Durchschnittswerten eine sinkende Bandbreite. Das liegt daran, dass die Netzbetreiber weltweit zuerst die schnellen innerstädtischen Infrastrukturen hochgezogen haben und nun die ländlichen Regionen nachziehen, bei denen langsamere Spektren mit höheren Reichweiten zum Einsatz kommen.
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
Klar ist allerdings, dass die deutschen Netzbetreiber nicht zur internationalen Spitzengruppe gehören. Länder wie Südkorea, Norwegen, die arabischen Staaten und Südafrika sind weit besser aufgestellt. Deutschland schafft es bei den mittleren Bandbreiten weder beim Up- noch beim Download in die Top10 der Welt. Das geht aus Daten des Marktforschungsunternehmens Ookla hervor, das sich auf reale Messungen mit Apps auf Mobiltelefonen stützt.
Auch bei den Leistungen im urbanen Raum hinkt Deutschland hinterher. Hauptstädte wie Seoul und Oslo kommen beispielsweise auf reale Bandbreiten von über 500 Megabit pro Sekunde. Berlin kommt mit 156,5 Megabit pro Sekunde gerade einmal auf Platz 33, die meisten anderen europäischen Hauptstädte erreichen wesentlich bessere Werte.
USA überraschend stark dabei
Spannend wird es allerdings bei der Netzabdeckung - dort berechnet sich der Wert Ooklas aus 5G-fähigen Endgeräten, die auch wirklich die überwiegende Zeit auf 5G-Verbindungen zurückgreifen können. Hier stehen die Nutzer in den USA am besten da, die Marktforscher kommen auf einen Wert von 49,2 Prozent. Über der 40-Prozent-Marke liegen sonst nur unsere niederländischen Nachbarn und die Südkoreaner. Deutschland kommt mit mageren 4,2 Prozent gerade einmal auf Rang 35.Generell zeigt sich bei den Durchschnittswerten eine sinkende Bandbreite. Das liegt daran, dass die Netzbetreiber weltweit zuerst die schnellen innerstädtischen Infrastrukturen hochgezogen haben und nun die ländlichen Regionen nachziehen, bei denen langsamere Spektren mit höheren Reichweiten zum Einsatz kommen.
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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