Wer braucht schon Bahn & ÖPNV? - Scheuer steckt Millionen in Flugtaxis
Wenn die Unionsparteien von Digitalisierung und Zukunftstechnologien erzählen wollen, geht es stets recht schnell um Flugtaxis. Nun stellt sich heraus, dass man auf Bundesebene bereits Millionen in entsprechende Projekte investiert hat.
Von 2019 bis zum Juli diesen Jahres hat das Bundesverkehrsministerium unter Andreas Scheuer (CSU) einen zweistelligen Millionen-Betrag in das Thema gesteckt. Das fand der Grünen-Haushaltspolitiker Sven-Christian Kindler mit einer parlamentarischen Anfrage an die Bundesregierung heraus, wie das Magazin Business Insider berichtet.
"Das Flugtaxi wird kein einziges unserer Verkehrsprobleme lösen. Trotzdem hat die Bundesregierung dafür in den letzten Jahren 11,9 Millionen Euro verpulvert", kritisierte Kindler. Den Angaben des Ministeriums zufolge, sei das Geld in zwölf verschiedene Einzelprojekte geflossen - unter anderem in eine Konzeptstudie für einen Landeplatz am Hauptbahnhof in Ingolstadt. Für diese wurden immerhin 1,2 Millionen Euro locker gemacht.
Scheuer und auch dessen Parteikollegin Dorothee Bär würden "von einer Flugtaxi-Utopie träumen und verschwenden dafür die Steuergelder der Bürgerinnen und Bürger", so Kindler. Sinnvolle Verkehrsprojekte wie ein Ausbau und eine Verbilligung der Bahn oder des ÖPNV würden hingegen einfach noch immer nicht angegangen. "Statt das Geld in solchen Luftschlössern zu versenken, sollte der Minister die Millionen lieber in den Radverkehr und in die Bahn investieren", wird der Grünen-Politiker zitiert.
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"Das Flugtaxi wird kein einziges unserer Verkehrsprobleme lösen. Trotzdem hat die Bundesregierung dafür in den letzten Jahren 11,9 Millionen Euro verpulvert", kritisierte Kindler. Den Angaben des Ministeriums zufolge, sei das Geld in zwölf verschiedene Einzelprojekte geflossen - unter anderem in eine Konzeptstudie für einen Landeplatz am Hauptbahnhof in Ingolstadt. Für diese wurden immerhin 1,2 Millionen Euro locker gemacht.
Es hätte noch mehr sein können
Weitere 2,1 Millionen Euro seien in die SkyCap-Forschungsprojekte der Fachhochschule Aachen geflossen. Und wenn sich noch mehr Projekte gefunden hätten, wären noch mehr Steuergelder geflossen. Denn das Verkehrsministerium hatte bereits 21,1 Millionen Euro eingeplant, die aber nicht in vollem Umfang über Förderanträge abgerufen wurden, hieß es.Scheuer und auch dessen Parteikollegin Dorothee Bär würden "von einer Flugtaxi-Utopie träumen und verschwenden dafür die Steuergelder der Bürgerinnen und Bürger", so Kindler. Sinnvolle Verkehrsprojekte wie ein Ausbau und eine Verbilligung der Bahn oder des ÖPNV würden hingegen einfach noch immer nicht angegangen. "Statt das Geld in solchen Luftschlössern zu versenken, sollte der Minister die Millionen lieber in den Radverkehr und in die Bahn investieren", wird der Grünen-Politiker zitiert.
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Christian Kahle
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