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E-Learning: China verbietet über Nacht einen 100-Mrd.-Dollar-Markt
In China ist in den letzten Jahren ein milliardenschwerer Markt für digitale Lern-Angebote für Schüler entstanden. Mit der Entscheidung über eine Bildungsreform hat die Regierung diesen nun aber nahezu komplett verboten.
Wie hoch die Umsätze in dem Bereich genau sind, ist nicht im letzten Detail zu klären. Die Angaben variieren etwas, in diesem Jahr sollten es aber grob um die 100 Milliarden Dollar sein, die in ganz China in diesem Bereich eingenommen werden. Damit ist nun aber quasi über Nacht Schluss. Peking untersagt es, zukünftig weiterhin mit der Vermittlung schulischer Inhalte Geld zu verdienen, wie unter anderem CNN berichtet.
Begründet wird dies damit, dass der Wirtschaftszweig die Chancen-Ungleichheit unter den Heranwachsenden forciere. Da ist durchaus etwas dran. Vor allem unter den wohlhabenderen Bevölkerungsschichten sind die Angebote sehr beliebt. Hier wird eine Menge Geld investiert, um die Punktzahlen der Kinder nach oben zu treiben. Dies soll ihnen dann Zugang zu den besten Schulen des Landes ermöglichen. Im Kern führt dies zunehmend zur Herausbildung einer Bildungselite, die sich im Grunde ausschließlich aus den reichen Bevölkerungsschichten rekrutiert, die es sich leisten können, ihre Kinder am Wochenende vor dem Rechner weiter zu beschulen.
Inhaltlich lassen sich in den Maßnahmen so sicherlich positive Aspekte finden. Auf der anderen Seite ruft es natürlich auch heftige Reaktionen hervor, dass die chinesische Regierung hier rigoros plötzlich einem riesigen Markt, in den viel Geld investiert wurde, den Boden entzieht. Entsprechend stark waren die Ausschläge an der Börse zu spüren, als eine ganze Reihe von Unternehmen, die in dem Segment aktiv waren, hinsichtlich ihres Aktienkurses in den Keller rutschten.
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Begründet wird dies damit, dass der Wirtschaftszweig die Chancen-Ungleichheit unter den Heranwachsenden forciere. Da ist durchaus etwas dran. Vor allem unter den wohlhabenderen Bevölkerungsschichten sind die Angebote sehr beliebt. Hier wird eine Menge Geld investiert, um die Punktzahlen der Kinder nach oben zu treiben. Dies soll ihnen dann Zugang zu den besten Schulen des Landes ermöglichen. Im Kern führt dies zunehmend zur Herausbildung einer Bildungselite, die sich im Grunde ausschließlich aus den reichen Bevölkerungsschichten rekrutiert, die es sich leisten können, ihre Kinder am Wochenende vor dem Rechner weiter zu beschulen.
Kursrutsch an der Börse
Im Zuge der Bildungsreform wurde nicht nur untersagt, mit Schul-Inhalten im Rahmen von Nachhilfe Profit zu machen. Auch Angebote, bei denen Kindern unter sechs Jahren akademische Inhalte vermittelt werden, sind fortan verboten. Gleiches gilt für Bildungsangebote, bei denen die zusätzlichen Kurse am Wochenende laufen - denn hier sollen sich die Heranwachsenden erholen.Inhaltlich lassen sich in den Maßnahmen so sicherlich positive Aspekte finden. Auf der anderen Seite ruft es natürlich auch heftige Reaktionen hervor, dass die chinesische Regierung hier rigoros plötzlich einem riesigen Markt, in den viel Geld investiert wurde, den Boden entzieht. Entsprechend stark waren die Ausschläge an der Börse zu spüren, als eine ganze Reihe von Unternehmen, die in dem Segment aktiv waren, hinsichtlich ihres Aktienkurses in den Keller rutschten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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