Keine Konzerte: Musik-Fans investieren und Vinyl überflügelt die CD
Musik-Fans mussten auch in der ersten Hälfte dieses Jahres auf Konzerte verzichten, das tat dem Interesse an neuen Produktionen aber keinen Abbruch. Sie steckten ihr Geld statt in Tickets so nun oft in physische Werte - vor allem in Vinyl-Alben.
Von Januar bis Juni verkaufte die Musikindustrie 19,2 Millionen klassische Schallplatten. Das entspricht im Jahresvergleich einer Steigerung um 108 Prozent - also mehr als einer Verdoppelung. Nach dem stetigen Wachstum der vorhergehenden Jahre bedeutet der Sprung auch wieder eine gewisse Zeitenwende auf dem Markt für Tonträger: Erstmals seit 34 Jahren konnten mehr Vinyl-Platten verkauft werden als CDs.
Das geht aus aktuellen Daten hervor, die MRC Data erhoben hat. Einen wesentlichen Anteil daran hat beispielsweise Taylor Swift. Ihr neues Album "Evermore" ist nicht nur die Nummer 1 bei den Vinyl-Verkäufen insgesamt. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten gelang es hier auch, mehr als hunderttausend Kopien einer Schallplatte binnen nur einer Woche abzusetzen. Der letzte Rekordhalter der Vinyl-Neuzeit war Jack White, dessen Album "Lazaretto" im Jahr 2014 in einer Woche 40.000 Mal verkauft werden konnte.
So ist letztlich auch die Nutzung der Streaming-Angebote um weitere 15 Prozent im Jahresvergleich angewachsen. Insbesondere aus Japan, Polen und der Türkei seien hier binnen der letzten Monate sehr starke Zuwachsraten zu verzeichnen gewesen. Die Musikbranche hofft nun trotzdem darauf, dass endlich auch wieder das Konzertgeschäft anlaufen kann. Denn dieses bringt einerseits auch wichtige Einnahmen und ist darüber hinaus natürlich ein wichtiges Marketing-Instrument, auf das man trotz der eigentlich guten Entwicklung nicht zu lange verzichten will.
Das geht aus aktuellen Daten hervor, die MRC Data erhoben hat. Einen wesentlichen Anteil daran hat beispielsweise Taylor Swift. Ihr neues Album "Evermore" ist nicht nur die Nummer 1 bei den Vinyl-Verkäufen insgesamt. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten gelang es hier auch, mehr als hunderttausend Kopien einer Schallplatte binnen nur einer Woche abzusetzen. Der letzte Rekordhalter der Vinyl-Neuzeit war Jack White, dessen Album "Lazaretto" im Jahr 2014 in einer Woche 40.000 Mal verkauft werden konnte.
Streaming boomt
Die Tonträger machen allerdings inzwischen insgesamt nur noch einen kleinen Teil des Geschäfts der Musikindustrie aus. Schon länger haben die digitalen Angebote die Nase vorn. Und auch hier ging es weiter nach oben - insbesondere auch, da viele Musik-Fans deutlich mehr Zeit hatten, diese zu nutzen. Immerhin blieben viele weiterhin im Home-Office und können so auch während der Arbeitszeit Musik laufen lassen, was in vielen Büros eher nicht funktioniert.So ist letztlich auch die Nutzung der Streaming-Angebote um weitere 15 Prozent im Jahresvergleich angewachsen. Insbesondere aus Japan, Polen und der Türkei seien hier binnen der letzten Monate sehr starke Zuwachsraten zu verzeichnen gewesen. Die Musikbranche hofft nun trotzdem darauf, dass endlich auch wieder das Konzertgeschäft anlaufen kann. Denn dieses bringt einerseits auch wichtige Einnahmen und ist darüber hinaus natürlich ein wichtiges Marketing-Instrument, auf das man trotz der eigentlich guten Entwicklung nicht zu lange verzichten will.
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Christian Kahle
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