Kernfusion: China stellt neue Rekorde mit heißem Plasma auf

China eilt inzwischen auch bei der Kernfusions-Forschung mit großen Schritten voran. Die Wissenschaftler am Experimental Advanced Superconducting Tokamak (EAST) haben die bis­he­ri­gen Höchstmarken bei der Erzeugung heißen Plasmas deut­lich übertroffen. Laut Berichten der Nachrichtenagentur Xinhua und der South China Morning Post konnte man am Freitag eine Temperatur von 120 Millionen Grad Celsius über einen Zeitraum von 101 Sekunden stabil halten. Ein 160 Millionen Grad heißes Plasma wurde für immerhin 20 Sekunden erzeugt. Damit konnte die Zeit seit dem letzten Jahr inzwischen verfünffacht werden.

Die Forscher am EAST konnten damit nun zusätzlich ihre Kollegen am HL-2M Tokamak übertreffen, der zweiten chinesischen Fusionsanlage. Diese hatten im letzten Jahr ein 150 Millionen Grad heißes Plasma über einen Zeitraum von 10 Sekunden stabil gehalten. Damit ist die Fusionsforschung insgesamt allerdings auf einem guten Weg, wenn man von den Sekundenbruchteilen der ersten Tests vor einigen Jahren ausgeht. Am deutschen Wendelstein 7-X hofft man, zum Jahresende mit Experimenten starten zu können, die dann deutlich über die Sekunden-Zählungen hinausgehen und in Richtung einer halben Stunde tendieren.

Forschung läuft weltweit

Das Ziel der Fusionsforschung liegt darin, irgendwann eine neue Form der Energieerzeugung für die Menschheit zu erschließen, die nicht auf begrenzte Ressourcen zurückgreifen muss. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Um Strom aus der Verschmelzung von Wasserstoff-Atomkernen zu gewinnen, muss ein Plasma im dreistelligen Millionen-Grad-Bereich dauerhaft stabil gehalten werden.

Dafür muss man es in Magnetfelder im Inneren der Fusionsmaschine einschließen. Denn es gibt keinen festen Werkstoff, mit dem sich ein Rohr bauen ließe, das solche Temperaturen aushält. Für die Konfiguration der Magnetfelder gibt es unterschiedliche Ansätze, weshalb der Betrieb einer ganzen Reihe von Test-Anlagen weltweit notwendig ist - die aber jeweils enorme Investitionen verschlingen.

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