Helium-3: Fusionsbrennstoff auf der Erde häufiger als angenommen

Wenn es denn endlich gelingen sollte, die Kernfusion zur Marktreife zu entwickeln, müsste man sich über den wichtigsten Rohstoff weniger Sorgen machen. Denn Helium-3 kommt wohl deutlich häufiger auf der Erde vor als angenommen.
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Helium-3, ein Isotop des normalen Heliums, kommt in der Erdatmosphäre nur in winzigen Spuren vor. Wenn es heute für verschiedene Anwendungen genutzt wird, stammt es in der Regel aus der Kernkraft, wo es im Zuge der Zerfallsprozesse aus Tritium entsteht. Allerdings hat ja die Fusionsforschung gerade das Ziel, die problematische Nutzung der heutigen Kernenergie abzulösen, sodass diese Quelle wohl versiegen würde. Nennenswerte Vorkommen kennt man ansonsten derzeit eher aus dem Weltall - beispielsweise vom Mond.

Allerdings haben Forscher Hinweise darauf gefunden, dass es in der Atmosphäre eigentlich einen deutlichen Überschuss an Helium geben müsste, um die gemessenen Effekte zu erklären. Darauf deutete konkret die Tatsache hin, dass mehr Helium-4 zu finden war als gedacht - und zwischen den Mengen beider Isotope gibt es einen Zusammenhang. Sie gingen daraufhin auf die Suche nach den angenommenen höheren Konzentrationen.

Suche wird intensiviert

Aktuell ist noch unklar, wo sich das Helium-3 genau finden lässt und woher es eigentlich stammt. Man vermutet, dass die anthropogenen Emissionen - also die vom Menschen vorangetriebene Verbrennung fossiler Energieträger - zu einem Anstieg der Konzentration beiträgt. Denn den starken Anstieg von Helium-4 hat man in einem Vergleich von 46 Luftproben nachgewiesen, die im Zeitraum zwischen 1974 und 2020 gesammelt wurden.

Anhand der jetzt vorliegenden Daten ließe sich abschätzen, dass das "natürliche" Vorkommen von Helium-3 auf der Erde etwa zehnmal so hoch ist wie bisher angenommen. In der kommenden Zeit wollen sich die Forscher intensiver auf die Suche nach den konkreten Vorkommen und ihrer Entstehungsgeschichte machen.

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