Windkraft: Minister entschuldigt sich für grob falsche Infraschall-Daten
Das kommt überraschend selten vor: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat öffentlich um Entschuldigung gebeten, weil eine ihm unterstellte Behörde jahrelang mit falschen Daten die Argumente von Windkraft-Gegnern gestützt hatte.
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hatte sich vor vielen Jahren nach einer Messung des Infraschall-Pegels an einer Anlage schlicht verrechnet. Anschließend hielt sie trotz diverser Hinweise von Wissenschaftlern über viele Jahre an ihrem falschen Ergebnis fest. Und mit diesem zogen immer wieder Gegner des Baus von Windkraft-Anlagen ins Feld und konnten so zumindest einen Teil dazu beitragen, dass weniger regenerative Energiequellen zur Verfügung stehen, als möglich wäre.
"Es tut mir sehr leid, dass falsche Zahlen über einen langen Zeitraum im Raum standen", erklärte Altmaier jetzt laut einem Bericht des Spiegels und räumte ein, dass zwischen den realen Werten und den BGR-Zahlen Welten lägen. Die Belastung durch den Infraschall wurde von der Behörde, die seinem Ministerium untersteht, mit 100 Dezibel statt 64 Dezibel angegeben, was ein wirklich enormer Unterschied ist.
"Mich hat der ganze Vorgang sehr nachdenklich gestimmt. Ich war bisher davon ausgegangen, dass wissenschaftliche Einrichtungen rein wissenschaftlich arbeiten. Man darf politisch gegen die #Windenergie sein. Aber Bundesanstalten sollten allein der Wahrheit verpflichtet sein", erklärte Stefan Holzheu, einer der Wissenschaftler, die schon länger eine Korrektur der Daten forderten.
"Es tut mir sehr leid, dass falsche Zahlen über einen langen Zeitraum im Raum standen", erklärte Altmaier jetzt laut einem Bericht des Spiegels und räumte ein, dass zwischen den realen Werten und den BGR-Zahlen Welten lägen. Die Belastung durch den Infraschall wurde von der Behörde, die seinem Ministerium untersteht, mit 100 Dezibel statt 64 Dezibel angegeben, was ein wirklich enormer Unterschied ist.
Aufklärung versprochen
Der Wirtschaftsminister kündigte an, die Vorgänge hinter der Sache aufzuklären. Denn auch er halte "diesen Vorgang für sehr problematisch". Immerhin hat sich hier ein Bundesamt, das eigentlich die Aufgabe hat, wissenschaftliche Daten zu liefern und auch entsprechend zu arbeiten, jahrelang geweigert, Hinweise auf einen Fehler zu untersuchen. Am Ende wollte man dies auch noch vertuschen, indem korrigierte Zahlen mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen begründet wurden - dabei kamen diese aber schlicht heraus, wenn man korrekt rechnet."Mich hat der ganze Vorgang sehr nachdenklich gestimmt. Ich war bisher davon ausgegangen, dass wissenschaftliche Einrichtungen rein wissenschaftlich arbeiten. Man darf politisch gegen die #Windenergie sein. Aber Bundesanstalten sollten allein der Wahrheit verpflichtet sein", erklärte Stefan Holzheu, einer der Wissenschaftler, die schon länger eine Korrektur der Daten forderten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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