Amazon untersagt Mitarbeitern zum Teil das Tragen von FFP2-Masken
Beim Handelskonzern Amazon dreht sich offenbar alles darum, dass der Versand bestellter Produkte mit maximaler Effizienz erfolgt. Dem dürfte es auch dienen, dass Mitarbeitern in einem Logistikzentrum das Tragen von FFP2-Masken untersagt ist.
Laut einem Bericht des Rechercheverbunds von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung, der in der gestrigen Ausgabe des ARD-Magazins Panorama ausgestrahlt wurde, wurde den Beschäftigten in Winsen mitgeteilt, dass sie ausschließlich medizinische Einwegmasken tragen dürften. Das sind die meist blauen "OP-Masken". Unter dem Text sei eine durchgestrichene FFP2-Maske abgebildet worden.
Die entsprechenden Anweisungen sollen im Februar aufgehängt worden sein. Wie mehrere Mitarbeiter gegenüber dem Rechercheverbund bestätigten, habe sich daran bisher nichts geändert und es gab auch im April einen Aushang mit gleicher Aussage. Grundsätzlich erfüllen die OP-Masken dabei die rechtlichen Vorgaben, allerdings schützen die Masken nach FFP2-Standard deutlich besser vor Infektionen.
"Unsere Maßnahmen gehen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus und sind wirksam gegen die Übertragung des Virus. Dies wurde von Gesundheitsbehörden und Berufsgenossenschaften bestätigt", erklärte man seitens des Unternehmens auf Nachfrage. Amazon selbst stelle seinen Beschäftigten medizinische Masken zur Verfügung, wenn Beschäftigte es beantragen, würde man ihnen aber als Ausnahme auch das Tragen einer FFP2-Maske erlauben, hieß es weiter. Allerdings wurde das Verbot auch von Vorgesetzten mündlich wiederholt, wenn Angestellte nachfragten.
Die Regelungen innerhalb des Amazon-Konzerns sind dabei nicht einheitlich. In Leipzig beispielsweise ist es auch erlaubt, FFP2-Masken zu tragen, die sich die Mitarbeiter dann selbst mitbringen müssen. Nach zwei Stunden kann hier auch eine halbstündige Pause eingelegt werden - allerdings nutzen die Mitarbeiter dies kaum, da Amazon diese Zeit vom Überstundenkonto abzieht und man so schnell erhebliche Minusstunden ansammelt.
Dieser Umgang mit dem Infektionsschutz wird bei Amazon von verschiedenen Seiten als besonders skandalös empfunden, da der Konzern zu den großen Profiteuren der Corona-Krise gehört. Denn durch Schließungen und Zugangsbeschränkungen im stationären Einzelhandel erlebte die Versandplattform einen enormen Aufschwung. Allerdings sieht es in vielen Firmen sicherlich kaum besser aus. Denn gegenüber der Wirtschaft belässt es die Politik bisher vor allem bei Empfehlungen und der Akzeptanz so genannter Selbstverpflichtungen.
Die entsprechenden Anweisungen sollen im Februar aufgehängt worden sein. Wie mehrere Mitarbeiter gegenüber dem Rechercheverbund bestätigten, habe sich daran bisher nichts geändert und es gab auch im April einen Aushang mit gleicher Aussage. Grundsätzlich erfüllen die OP-Masken dabei die rechtlichen Vorgaben, allerdings schützen die Masken nach FFP2-Standard deutlich besser vor Infektionen.
"Unsere Maßnahmen gehen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus und sind wirksam gegen die Übertragung des Virus. Dies wurde von Gesundheitsbehörden und Berufsgenossenschaften bestätigt", erklärte man seitens des Unternehmens auf Nachfrage. Amazon selbst stelle seinen Beschäftigten medizinische Masken zur Verfügung, wenn Beschäftigte es beantragen, würde man ihnen aber als Ausnahme auch das Tragen einer FFP2-Maske erlauben, hieß es weiter. Allerdings wurde das Verbot auch von Vorgesetzten mündlich wiederholt, wenn Angestellte nachfragten.
Pausen vermeiden
Hintergrund dessen ist es wohl, dass die FFP2-Masken es erforderlich machen, mehr Pausen einzulegen. Die Empfehlung geht dahin, dass sie abhängig davon, welche körperliche Belastung eine Tätigkeit mit sich bringt, maximal 75 Minuten bis zwei Stunden getragen werden sollen. Anschließend sei eine halbe Stunde maskenfreie Zeit einzulegen - die dann natürlich nicht am Arbeitsplatz absolviert werden kann.Die Regelungen innerhalb des Amazon-Konzerns sind dabei nicht einheitlich. In Leipzig beispielsweise ist es auch erlaubt, FFP2-Masken zu tragen, die sich die Mitarbeiter dann selbst mitbringen müssen. Nach zwei Stunden kann hier auch eine halbstündige Pause eingelegt werden - allerdings nutzen die Mitarbeiter dies kaum, da Amazon diese Zeit vom Überstundenkonto abzieht und man so schnell erhebliche Minusstunden ansammelt.
Dieser Umgang mit dem Infektionsschutz wird bei Amazon von verschiedenen Seiten als besonders skandalös empfunden, da der Konzern zu den großen Profiteuren der Corona-Krise gehört. Denn durch Schließungen und Zugangsbeschränkungen im stationären Einzelhandel erlebte die Versandplattform einen enormen Aufschwung. Allerdings sieht es in vielen Firmen sicherlich kaum besser aus. Denn gegenüber der Wirtschaft belässt es die Politik bisher vor allem bei Empfehlungen und der Akzeptanz so genannter Selbstverpflichtungen.
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