So viel Geld gab die Bundesregierung 2020 für Microsoft-Produkte aus
Die Bundesregierung hat trotz ihrer Absichtserklärung für mehr digitale Souveränität zu sorgen, im vergangenen Jahr noch einmal mehr Geld an Microsoft gezahlt. Seit Jahren steigen die Kosten für Lizenzen und Dienste - 2020 waren es 178,5 Millionen Euro.
Das geht aus der Antwort der Bundesregierung nach einer Anfrage durch die Linken-Fraktion hervor. Damit ist die Ausgabenseite im Vergleich zu 2019 zwar nur leicht gestiegen - damals waren es 177,2 Millionen Euro - aber eigentlich hatten viele Experten erwartet, dass die Regierung nun endlich einmal Taten folgen lässt und die Absichtserklärung, mehr digitale Souveränität zu etablieren, auch Berücksichtigung findet. Der Spiegel hat die Antwort der Regierung und die Reaktion der Linken-Fraktion veröffentlicht.
Tatsächlich zahlt man dann aber 177,2 Millionen Euro und damit dreimal so viel an den US-Konzern. Statt dann dagegen zu steuern, wuchsen die Kosten auch 2020 noch einmal an. Nun ist das vergangene Jahr durch die Corona-Pandemie sicherlich schwierig gewesen und kein Zeitpunkt, schnell die IT der Bundesverwaltung umzubauen. Dennoch hätten die Weichen früher gestellt werden können, wenn nicht sogar müssen. Laut dem Spiegel hatte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC im Auftrag des Bundesinnenministeriums 2019 "dringenden Handlungsbedarf" angemahnt.
Victor Perli, Haushaltsexperte der Linken, unterstrich gegenüber dem Spiegel, dass man nun doch langsam einmal handeln müsse: "Der Konzern nutzt die Abhängigkeit der Bundesverwaltung eiskalt aus, die Kosten sind außer Kontrolle. Anstatt weiter tatenlos zuzuschauen, müssen endlich mehr Lösungen mit offenem Quellcode gefördert werden."
Im Januar war bereits die Meldung durch die Medien gegangen, dass die Bundesregierung durch den teils noch immer nicht vollzogenen Wechsel von Windows 7 auf ein neueres Betriebssystem allein rund zwei Millionen Euro für den verlängerten Support bezahlen musste.
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Bund zahlte 2020 rund 2 Millionen Euro für Windows 7-Support
Kosten verdreifachten sich in kurzer Zeit
Demnach explodierten die Kosten für Softwarelizenzen, Cloud- und Serverdienste in den letzten Jahren regelrecht. "2015 bezifferte die Regierung die Überweisungen an Microsoft noch auf 43,5 Millionen Euro, für 2019 waren ursprünglich gerade einmal 57,2 Millionen veranschlagt", schrieb der Spiegel.Tatsächlich zahlt man dann aber 177,2 Millionen Euro und damit dreimal so viel an den US-Konzern. Statt dann dagegen zu steuern, wuchsen die Kosten auch 2020 noch einmal an. Nun ist das vergangene Jahr durch die Corona-Pandemie sicherlich schwierig gewesen und kein Zeitpunkt, schnell die IT der Bundesverwaltung umzubauen. Dennoch hätten die Weichen früher gestellt werden können, wenn nicht sogar müssen. Laut dem Spiegel hatte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC im Auftrag des Bundesinnenministeriums 2019 "dringenden Handlungsbedarf" angemahnt.
Victor Perli, Haushaltsexperte der Linken, unterstrich gegenüber dem Spiegel, dass man nun doch langsam einmal handeln müsse: "Der Konzern nutzt die Abhängigkeit der Bundesverwaltung eiskalt aus, die Kosten sind außer Kontrolle. Anstatt weiter tatenlos zuzuschauen, müssen endlich mehr Lösungen mit offenem Quellcode gefördert werden."
Im Januar war bereits die Meldung durch die Medien gegangen, dass die Bundesregierung durch den teils noch immer nicht vollzogenen Wechsel von Windows 7 auf ein neueres Betriebssystem allein rund zwei Millionen Euro für den verlängerten Support bezahlen musste.
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