Megacycle: Amazon stellt Versandzentren auf lange Nachtschichten um
Der weltgrößte Online-Versender Amazon hat offenbar einen neuen Weg gefunden, wie man, zumindest in den USA, die Effizienz seiner Versandzentren weiter steigern kann. Angeblich stellt Amazon dort auf breiter Front auf lange Nachtschichten um, die man als "Megacycle" bezeichnet.
Wie das Magazin Motherboard berichtet, hat Amazon eine schleichende Umstellung bei den Arbeitszeiten seiner Mitarbeiter in vielen amerikanischen Zustellzentren eingeleitet. Im Zuge der Schließung eines großen Warenlagers in Chicago, das unter dem Namen DCH1 bekannt wurde und Schauplatz vielfacher Proteste und Arbeitsniederlegungen war, hat der Konzern laut Gewerkschaftern begonnen, die Mitarbeiter in lange Nachtschichten an anderen Standorten zu drängen.
Wie die Gruppe DCH1 Amazonians United, die sich für die Rechte der Mitarbeiter am DCH1 engagiert, vermeldete, werden die verbleibenden Mitarbeiter des Versandzentrums auf andere Standorte verteilt, wo sie von 1:20 Uhr morgens bis 11:50 Uhr arbeiten sollen. Diese Schichten werden von Amazon selbst als "Megacycle" bezeichnet und dauern abzüglich einer halbstündigen Pause ganze zehn Stunden.
Diesen Vorwurf wies Amazon zurück und behauptet, dass man weiterhin eine Reihe verschiedener Schichtmodelle und Arbeitszeiten anbiete. Motherboard geht hingegen davon aus, dass die Umstellung auf die langen "Megacycle"-Schichten vor allem deshalb erfolgt, weil Amazon so die Zahl der Mitarbeiter reduzieren und dadurch zusätzlich Einsparungen bei den Lohnnebenkosten erzielen kann.
Amazon behauptet hingegen, dass man dadurch einen effizienteren Betrieb erzielt und den Kunden ein größeres Fenster für die zeitnahe Lieferung ihrer Bestellungen bietet. Die Vertreter der Arbeitnehmer fordern nun, dass Amazon den "Megacycle"-Arbeitern mehr Lohn zahlt und mehr Flexibilität bei der Wahl möglicher Schichtzeiten schafft. Die Umstellung auf die auch als "Graveyard Shift" bezeichneten langen Nachtschichten beraube die Mitarbeiter jeder Möglichkeit, ein geordnetes Privatleben zu haben und zwinge einen Großteil, sich neue Arbeitsplätze zu suchen.
Wie die Gruppe DCH1 Amazonians United, die sich für die Rechte der Mitarbeiter am DCH1 engagiert, vermeldete, werden die verbleibenden Mitarbeiter des Versandzentrums auf andere Standorte verteilt, wo sie von 1:20 Uhr morgens bis 11:50 Uhr arbeiten sollen. Diese Schichten werden von Amazon selbst als "Megacycle" bezeichnet und dauern abzüglich einer halbstündigen Pause ganze zehn Stunden.
Amazon stellt Umschlagplätze für die letzte Meile auf "Megacycle" um
Amazon hat bestätigt, dass man verstärkt auf "Megacycles" setzt und erklärte außerdem, dass mehr als die Hälfte der Versandzentren für "die letzte Meile" schon jetzt nach diesem Modell arbeitet. Die Megacycle-Schichten beginnen meist in den frühesten Morgenstunden und dauern bis zum Mittag. Darüber hinaus hat Amazon, so jedenfalls der Vorwurf von Kritikern, gleichzeitig die Zahl der verfügbaren kürzeren Schichten zusammengestrichen.Diesen Vorwurf wies Amazon zurück und behauptet, dass man weiterhin eine Reihe verschiedener Schichtmodelle und Arbeitszeiten anbiete. Motherboard geht hingegen davon aus, dass die Umstellung auf die langen "Megacycle"-Schichten vor allem deshalb erfolgt, weil Amazon so die Zahl der Mitarbeiter reduzieren und dadurch zusätzlich Einsparungen bei den Lohnnebenkosten erzielen kann.
Amazon behauptet hingegen, dass man dadurch einen effizienteren Betrieb erzielt und den Kunden ein größeres Fenster für die zeitnahe Lieferung ihrer Bestellungen bietet. Die Vertreter der Arbeitnehmer fordern nun, dass Amazon den "Megacycle"-Arbeitern mehr Lohn zahlt und mehr Flexibilität bei der Wahl möglicher Schichtzeiten schafft. Die Umstellung auf die auch als "Graveyard Shift" bezeichneten langen Nachtschichten beraube die Mitarbeiter jeder Möglichkeit, ein geordnetes Privatleben zu haben und zwinge einen Großteil, sich neue Arbeitsplätze zu suchen.
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