Tesla-Taxis in Amsterdam scheitern an Qualitätsmängeln
Rund 1,3 Millionen Euro Schadensersatz versucht die niederländische Bios-Groep von Tesla Motors einzuklagen. Die Bios-Groep hat rund 70 Teslas als Taxis eingesetzt und bemängelt die Qualität der Fahrzeuge sowie den "miesen" Service des Autobauers.
Die Bios-Groep hatte dabei schon einmal für Schlagzeilen gesorgt, da sie mit der von ihnen betriebenen Flotte Tesla Model S nur Probleme hatte. Schließlich hatte sich der Taxi-Betreiber mit Tesla geeinigt und eine Ersatzlieferung an Fahrzeugen bekommen. Im Jahr 2016 wurden so 64 Model S gegen Model X-Fahrzeuge getauscht. Doch der Ärger begann dann laut Bios-Groep erst so richtig.
Noch ärgerlicher als diese Ausfallzeiten war aber für die Bios-Groep, dass Tesla sich nach und nach aus dem Kundenservice "zurückzog". Zunächst hatte Tesla den festen Ansprechpartner für die Unternehmenskunden gestrichen. Kurze Zeit darauf wurde von Telefon- auf Online-Support umgestellt, sodass der Aufwand Schäden zu melden immer größer wurde.
Die Zeiten, in denen ein Fahrzeug dann bei Tesla in der Werkstatt war, wurden laut der Bios-Groep immer länger, es gab Ausfallzeiten, die je Fahrzeug mehrere Wochen dauerten. Dazu kam dann als i-Tüpfelchen eine neue Regelung, dass der Taxi-Betrieb nie mehr als zwei Fahrzeuge bei Tesla in Reparatur schicken durfte. Damit stauten sich die reparaturbedürftigen Fahrzeuge an, Abhilfe wurde nicht geschaffen. Für Ersatz während der Reparaturzeit wurde von Tesla ebenfalls nicht gesorgt, erläutert die Bios-Groep. All diese Standzeiten kosten den Unternehmer unnötig Geld, das er nun zurückfordert.
Im Blog des Taxi-Betreibers werden aber auch noch andere Probleme genannt. So scheint die Kilometeranzeige nicht manipulationssicher zu sein, was ein großes Problem für das Taxiunternehmen darstellt. Infografik: Elon Musk - Das Leben in der Zusammenfassung
Siehe auch:
Probleme mit Model S und Model X
Zunächst gab es laut den Betroffenen viele gehäufte Defekte. Es folgten Probleme mit Aufhängung und den Antriebswellen, sodass die Fahrzeuge laut dem Unternehmen häufiger standen als im Einsatz auf der Straße waren. Schon 2018, im Jahr nach der Auslieferung, seien 75 Reparaturen angefallen, wodurch die Fahrzeuge für den Taxi-Betreiber ausfielen. Auch im Folgejahr sah es ähnlich aus.Noch ärgerlicher als diese Ausfallzeiten war aber für die Bios-Groep, dass Tesla sich nach und nach aus dem Kundenservice "zurückzog". Zunächst hatte Tesla den festen Ansprechpartner für die Unternehmenskunden gestrichen. Kurze Zeit darauf wurde von Telefon- auf Online-Support umgestellt, sodass der Aufwand Schäden zu melden immer größer wurde.
Die Zeiten, in denen ein Fahrzeug dann bei Tesla in der Werkstatt war, wurden laut der Bios-Groep immer länger, es gab Ausfallzeiten, die je Fahrzeug mehrere Wochen dauerten. Dazu kam dann als i-Tüpfelchen eine neue Regelung, dass der Taxi-Betrieb nie mehr als zwei Fahrzeuge bei Tesla in Reparatur schicken durfte. Damit stauten sich die reparaturbedürftigen Fahrzeuge an, Abhilfe wurde nicht geschaffen. Für Ersatz während der Reparaturzeit wurde von Tesla ebenfalls nicht gesorgt, erläutert die Bios-Groep. All diese Standzeiten kosten den Unternehmer unnötig Geld, das er nun zurückfordert.
Im Blog des Taxi-Betreibers werden aber auch noch andere Probleme genannt. So scheint die Kilometeranzeige nicht manipulationssicher zu sein, was ein großes Problem für das Taxiunternehmen darstellt. Infografik: Elon Musk - Das Leben in der Zusammenfassung
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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