Russlands Stealth-Kampfjet Su-75 Checkmate wird gebaut

Russland treibt die Entwicklung des neuen Tarnkappenjets Su-75 Checkmate voran. Der Erstflug des Kampfflugzeugs soll nach mehreren Verzögerungen im Jahr 2026 stattfinden. Sanktionen und Konkurrenz auf dem Weltmarkt erschweren das Projekt jedoch.
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Kreml/CC BY 4.0

Prototyp der Su-75 im Bau

Der russische Staatskonzern UAC, ein Teil des Rüstungsunternehmens Rostec, hat Anfang Juni 2026 bestätigt, dass der Bau eines flugfähigen Prototyps der Su-75 Checkmate begonnen hat. UAC-Generaldirektor Vadim Badekha kündigte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur TASS an, dass der Erstflug des einmotorigen Tarnkappenjets noch im Jahr 2026 erfolgen soll. Das Kampfflugzeug ist für die russischen Streitkräfte und den internationalen Exportmarkt vorgesehen.

Das Konzept der Maschine wurde der Öffentlichkeit erstmals auf der Luftfahrtmesse MAKS im Jahr 2021 präsentiert. Das Projekt soll eine kostengünstige Alternative zu westlichen Modellen wie der amerikanischen F-35 bieten. Die Fertigung findet im Werk Komsomolsk am Amur statt. Die russische Luftfahrtindustrie hat jedoch seit Längerem mit Verzögerungen zu kämpfen, ursprünglich war der Erstflug für das Jahr 2023 geplant.


Finanzielle Engpässe und die Priorisierung anderer Rüstungsprojekte führten in der Vergangenheit zu wiederholten Verschiebungen. Wie Defense Blog berichtet, liegt der Hauptvorteil der Su-75 in ihrem niedrigen Preis. Die Anschaffungskosten sollen bei etwa 25 bis 30 Millionen Dollar (etwa 22 bis 26 Millionen Euro) liegen. Zum Vergleich: Eine F-35 kostet oft mehr als 80 Millionen Dollar (etwa 69 Millionen Euro).

Technik und geplante Kosten

Das Preismodell zielt vor allem auf Käufer in Asien, Afrika und Lateinamerika ab. Technisch soll das Kampfflugzeug Geschwindigkeiten von Mach 1,8 bis 2,0 erreichen. Die maximale Reichweite liegt laut Herstellerangaben bei bis zu 2900 Kilometern ohne externe Treibstofftanks. Die maximale Nutzlast für Waffen und Ausrüstung wird mit 7400 Kilogramm angegeben.

Neben einer einsitzigen Basisversion planen die Ingenieure einen Zweisitzer für Trainingszwecke sowie eine unbemannte Drohnenvariante. Das autonome Modell soll im Verbund mit der schwereren Su-57 operieren können. Die Umsetzung des Programms steht jedoch weiterhin vor großen Herausforderungen. Ein Grund dafür sind die westlichen Sanktionen infolge des Krieges in der Ukraine. Diese beschränken den Zugang zu modernen Elektronikkomponenten.

Vor allem der fehlende Zugang zu internationalen Halbleitern und westlichen Fertigungsanlagen erschwert den Bau moderner Kampfflugzeuge. Während Russland den Erstflug der Su-75 mehrfach verschieben musste, haben Konkurrenten ihre Marktanteile weltweit ausgebaut. Die Verschiebungen sind entsprechend teuer: Mehrere potenzielle Kunden haben nämlich in der Zwischenzeit Verträge für westliche Kampfflugzeuge oder asiatische Alternativen wie die südkoreanische FA-50 unterzeichnet.

Glaubt ihr, dass die Su-75 Checkmate in Serienproduktion gehen wird? Teilt eure Meinung und diskutiert mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • UAC begann im Juni 2026 mit dem Bau eines Prototyps der Su-75 Checkmate
  • Der Erstflug des einmotorigen Tarnkappenjets soll noch im Jahr 2026 erfolgen
  • Die Maschine soll als günstige Alternative zur amerikanischen F-35 dienen
  • Das Flugzeug erreicht Geschwindigkeiten von bis zu Mach zwei im Einsatz
  • Geplant sind neben dem Einsitzer auch ein Zweisitzer sowie eine Drohne
  • Westliche Sanktionen erschweren die Beschaffung wichtiger Elektronik
  • Wegen der Verzögerungen kaufen Kunden nun vermehrt andere Kampfflugzeuge

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