Biden will die USA wieder zu einer modernen Wirtschaftsmacht machen
Die Hegemonie-Politik wird in den USA weiterhin großen Raum einnehmen. Auch der designierte US-Präsident Joe Biden setzt auf die Stärkung der nationalen Wirtschaft. Allerdings unterscheidet sich der Weg doch deutlich vom noch amtierenden Kollegen.
Donald Trump hatte im Grunde auf eine alte und recht plumpe Wirtschaftspolitik gesetzt, in der die traditionellen Industriekonzerne hofiert wurden - auf Kosten der Arbeitnehmer und der Umwelt. Biden hat nun seine Planungen für das Wirtschaftsprogramm seiner kommenden Regierung vorgestellt, die auf ein ähnliches Grundkonzept setzt, dabei aber moderner wirkt und Menschen aus verschiedenen sozialen Schichten mitnehmen will.
In einigen Punkten darf man insbesondere aus Perspektive der Tech-Branche gespannt sein, wie eine Umsetzung realisiert wird. So kündigte Biden an, dass die Bundesbehörden öffentliche Aufträge nur an Unternehmen geben sollen, die in den USA produzieren. Das dürfte beispielsweise bei der Beschaffung von IT-Ausstattung zu einer ziemlich überschaubaren Auswahl führen. Denn ohne die großen Werke in Asien geht hier kaum etwas.
Die Technologie-Branche darf sich allerdings auf eine deutlich stärkere Unterstützung im Bereich der Forschung und Entwicklung freuen. Die Trump-Regierung hatte im Bereich der Forschung noch vieles zusammengestrichen. Die neue Administration will hingegen 300 Milliarden Dollar investieren, um die Stellung der USA als weltweit führende Innovationsmacht zu sichern. Insbesondere in klimafreundlichen Zukunftstechnologien sieht Biden dabei eine Triebkraft. Unter anderem will er hier dafür sorgen, dass die Elektromobilität vorangebracht und eine Weltmarktführung hergestellt wird.
Einen Schwerpunkt will Biden auch beim Ausbau der digitalen Infrastruktur setzen. Denn noch immer gibt es in den USA für viele Bürger keinen Zugang zum Breitband-Netz. Über 40 Millionen US-Amerikaner leben in Regionen, in denen es gar keine schnellen Internet-Verbindungen gibt. Und etwa die Hälfte der Bevölkerung kann nur auf einen Provider zurückgreifen, wodurch die Preise entsprechend hoch sind.
In einigen Punkten darf man insbesondere aus Perspektive der Tech-Branche gespannt sein, wie eine Umsetzung realisiert wird. So kündigte Biden an, dass die Bundesbehörden öffentliche Aufträge nur an Unternehmen geben sollen, die in den USA produzieren. Das dürfte beispielsweise bei der Beschaffung von IT-Ausstattung zu einer ziemlich überschaubaren Auswahl führen. Denn ohne die großen Werke in Asien geht hier kaum etwas.
Stärkere Gewerkschaften
Am deutlichsten unterscheidet sich Biden dabei in seiner Haltung zu den Arbeitnehmern von Trump: Wie er bei der Vorstellung seines Wirtschaftsprogramms ausführte, habe er bei einem Treffen mit mehreren Konzernführern klargemacht, dass er fest zu einer Stärkung von Gewerkschaften steht und den Mindestlohn auf 15 Dollar pro Stunde anheben will. Denn die US-Wirtschaft ist zu großen Anteilen auf den Binnenkonsum angewiesen und kann nur gut arbeiten, wenn es auch viele Bürger mit gut bezahlten Arbeitsplätzen gibt.Einen Schwerpunkt will Biden auch beim Ausbau der digitalen Infrastruktur setzen. Denn noch immer gibt es in den USA für viele Bürger keinen Zugang zum Breitband-Netz. Über 40 Millionen US-Amerikaner leben in Regionen, in denen es gar keine schnellen Internet-Verbindungen gibt. Und etwa die Hälfte der Bevölkerung kann nur auf einen Provider zurückgreifen, wodurch die Preise entsprechend hoch sind.
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Christian Kahle
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