Missglückter Neustart: VW verliert Softwarechef nach nur 2 Wochen
Es sollte jetzt alles besser werden: Nach den Problemen bei Volkswagen im Bereich der Auto-Software kündigte man große Pläne für vw.os an. Doch nach gerade einmal zwei Wochen muss der neue Software-Chef Christian Senger seinen Posten schon wieder räumen.
Das meldet das Handelsblatt. VW-Manager Senger war dabei im Hintergrund schon seit März 2019 bei dem Projekt Car.Software.Org von Volkswagen federführend dabei. Vor zwei Wochen dann wurde ihm die Gesamtleitung des neuen vw.os-Projekts übertragen, nun muss er den Posten nach Differenzen mit der Geschäftsführung räumen. Es gab laut dem Medienbericht dabei sowohl Streit mit dem Betriebsrat als auch mit den Leitungen anderer Abteilungen des Konzerns.
Christian Senger räumt seine bisherigen Posten. Foto: Volkswagen AG
Klar ist zudem, dass VW nicht erst durch die nach außen durchgedrungenen Probleme in der Produktion des neuen Golf 8 und des ID.3 in der Klemme steckt, was die Zukunftsstrategie des Unternehmens betrifft.
Rund 10.000 neue Stellen sollen allein im Bereich Software-Entwicklung geschaffen werden und einige Schlüsselbereiche der Software sogar als Open-Source-Projekt für die gesamte Branche gestaltet werden.
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Christian Senger räumt seine bisherigen Posten. Foto: Volkswagen AG
Senger räumt seine aktuellen Posten, bleibt aber bei VW
Senger soll dabei zwar bei Volkswagen bleiben, aber nicht mehr als Leiter der neugegründeten Software-Einheit. Auch seinen Posten im Vorstand der Kernmarke VW muss er laut Handelsblatt räumen. Genaue Details fehlen allerdings - Volkswagen wollte sich bislang nicht auf offizielle Medienanfragen zu der Personalie äußern. Es scheint aber so, als ob Senger seinen Posten freiwillig räumt.Klar ist zudem, dass VW nicht erst durch die nach außen durchgedrungenen Probleme in der Produktion des neuen Golf 8 und des ID.3 in der Klemme steckt, was die Zukunftsstrategie des Unternehmens betrifft.
Unklar, ob Pläne jetzt Bestand haben
Die vor wenigen Wochen neu verkündete Strategie VW zu einem Vorreiter in Sachen Automotive-Software werden und Standards setzen zu lassen, soll weiter Bestand haben - nur jetzt ohne den Manager, der die Pläne ausgetüftelt hat. Das ist zumindest die Hoffnung. Da VW sich bisher nicht geäußert hat, ist das aber erst einmal ungewiss. Für vw.os hatte der Konzern rund sieben Milliarden Euro für die Entwicklung eingeplant.Rund 10.000 neue Stellen sollen allein im Bereich Software-Entwicklung geschaffen werden und einige Schlüsselbereiche der Software sogar als Open-Source-Projekt für die gesamte Branche gestaltet werden.
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