Beschlossene Sache: Rundfunkbeitrag steigt 2021 auf 18,36 Euro/Monat

Zur Diskussion stand die Erhöhung des Rundfunkbeitrags in Deutschland schon seit längerem. Jetzt haben sich die Ministerpräsidenten der Bun­des­länder auf den Vorschlag der Expertenkommission geeinigt: Der Bei­trag wird 2021 um 86 Cent auf 18,36 Euro steigen.
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Statista
Damit ist man von der großen Forderung die Mitte vergangenen Jahres aufkam, den Preis auf 19,20 Euro im Monat anzuheben, nun erst einmal wieder weg. Das berichtet die Nach­richten­agentur AFP und bezieht sich dabei auf Informationen, die die Staatskanzlei des Landes Rheinland-Pfalz nach der Abstimmung durch die Ministerpräsidenten getwittert hatte. "Vorbehaltlich der Billigung der Landtage kann der Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag am 1. Januar 2021 in Kraft treten", heißt es da jetzt.


10,32 Euro mehr im Jahr

Auf der in Berlin einberufenen Ministerpräsidentenkonferenz wurde der Vor­schlag der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) bestätigt. Der Vorschlag sieht vor, dass der Beitrag zum 1. Januar 2021 auf monatlich 18,36 Euro steigen soll. Bisher zahlen rund 45 Millionen Beitragspflichtige monatlich 17,50 Euro.

Nötig sei die Erhöhung vor allem für das Ab­fangen der ge­stieg­enen Löhne und Ausgaben. Die Einnahmen der Rundfunk­gebühren sind zwar in den letzten Monaten konstant ge­stiegen, können aber den Mehr­bedarf für die kommenden Jahre nicht abfangen. Mit der Erhöhung soll zumindest die Finanzseite jetzt wieder "zukunftssicher" aufgestellt sein. Es ist die erste Erhöhung des Beitrags seit elf Jahren. Die Fest­legung der neuen Beitrags­höhe wird nun voraus­sichtlich für die Jahre 2021 bis 2024 fest­geschrieben.

Im Rhythmus von vier Jahren überprüft die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) im Normalfall den Finanzbedarf der Sender und reagiert mit entsprechenden Maßnahmen und Empfehlungen für die Beitragshöhe. Infografik: Rundfunkgebühren im europäischen VergleichRundfunkgebühren im europäischen Vergleich Mehr zum Thema Rundfunkbeitrag:
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